CHL - Red Bull Salzburg im Viertelfinale! HC Bozen raus.

 

(CHL 2018) PM: Red Bull Salzburg steht im Viertelfinale der Champions Hockey League! Für den HC Bozen endete die Europapokal-Reise in Pilsen.

 

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(Foto: Gepa)

 


 

Red Bull Salzburg vs. Rouen Dragons 5:1

 

Der EC Red Bull Salzburg steht im Viertelfinale der Champions Hockey League. Die Red Bulls bezwangen die Rouen Dragons im Achtelfinal-Rückspiel zuhause mit einer insgesamt dominanten Leistung mit 5:1 und haben damit als erster österreichischer Club die zweite CHL-Playoff-Runde erreicht. Dort treffen sie nun auf den finnischen Meister Kärpät Oulu.

 

Die Red Bulls gingen ohne die Rekonvaleszenten Daniel Jakubitzka und Dustin Gazley in die Begegnung und dominierten das Startdrittel fast zur Gänze. Schon zu Beginn erarbeiteten sich die Salzburger Chance um Chance und das wurde in der 12. Minute belohnt. Ryan Duncan traf aus dem Slot mit einem gefühlvollen Handgelenksschuss zur ersten Führung. Erst in der 13. Minute bei eigenem Powerplay setzten die Gäste erste offensive Akzente, trafen aber auf eine stabile Salzburger Verteidigung. In den Schlussminuten wurden die Dragons dann aber plötzlich gefährlich, Salzburgs Goalie Steve Michalek war auf dem Posten. Aber dann legten die Red Bulls nach, Brant Harris fälsche in der 19. Monate einen Distanzschuss von Raphael Herburger unhaltbar für den Gäste-Goalie Matija Pintaric ab und fixierte mit seinem vierten CHL-Tor die hoch verdiente 2:0-Pausenführung der Hausherren.

 

Die Red Bulls begannen auch im zweiten Durchgang stark und waren bei einem Powerplay in der 23. Minute dem dritten Treffer, nur der starke Goalie verhinderte zunächst Schlimmeres. Die Franzosen spielten danach aber energischer in den Zweikämpfen und kamen in der 28. Minute plötzlich zum Anschlusstreffer, Joris Bedin nutzte eine kurze Schwäche in der Salzburger Abwehr aus kurzer Distanz im Nachfassen. Aber nicht einmal eine Minute später stellte Thomas Raffl wieder den alten 2-Tore-Vorsprung her, er war Nutznießer eines Rebounds nach einem Distanzschuss von Brent Regner. Ab der 34. Minute wurde es brenzlig, da die Salzburger zweimal nacheinander in Unterzahl, für 48 Sekunden sogar in 3:5-Unterzahl spielen mussten. Aber die Abwehr hielt mit aufopferungsvoller Spielweise der Red Bulls und in der Schlussphase waren die Red Bulls wieder Herr der Lage. Nach 40 Minuten führten sie mit 3:1.

 

In der 43. Minute hatte Brent Regner die nächste gute Möglichkeit aus dem Slot, die Red Bulls spielten weiter munter nach vorn. Auch die Rouen Dragons spielten auf den Anschluss, hatten gegen die gut stehende Salzburger Abwehr aber kaum gute Torschüsse. Auch bei einem Unterzahlspiel in der 52. Minute agierten die Red Bulls souverän und dann machten sie am Ende alles klar. Bobby Raymond wurde in der 57. Minute wunderbar von Peter Hochkofler bedient und ließ die Scheibe oben rechts ins Netz. Und Ryan Duncan stellte in der 59. Minute mit dem Empty-Net-Tor den Endstand von 5:1 her. Die Red Bulls gewannen damit mit dem Gesamt-Score von 8:4 gegen die Rouen Dragons und haben sich erstmals für die zweite Playoff-Runde der Champions Hockey League qualifiziert.

 

Im Viertelfinale treffen die Red Bulls auf Kärpät Oulu, den achtfachen finnischen Meister, der sich heute im entscheidenden Achtelfinalspiel gegen den Schweizer Meister ZSC Lions Zürich mit 3:2 durchgesetzt hat. Das Hinspiel endete 4.4 unentschieden. Das erste Spiel findet am 4./5. Dezember, das Rückspiel am 11. Dezember statt. Welche Mannschaft mit Heimrecht startet, wird von der CHL so schnell wie möglich bekanntgegeben.

 



 

HC Pilsen vs. HC Bozen 6:2

 

Vorhang zu, der HCB Südtirol Alperia verabschiedet sich von der internationalen Bühne mit der Niederlage im Achtelfinalrückspiel der Champions Hockey League gegen den HC Skoda Plzen. Bernard & Co. hätten ein Eishockeywunder vollbringen müssen, um das 6:1 aus dem Hinspiel wettzumachen, doch die Hausherren waren auch in der Home Monitoring Arena von Plzen einfach zu stark und fertigten Bozen mit 6:2 ab. Matchwinner war eindeutig Kapitän Milan Gulas, der vier Tore erzielte. Positiv an diesem Abend waren das Tor von Marco Insam, das zugleich den 200. Punkt des Grödners im weißroten Dress bedeutete, und die tolle Unterstützung von 150 Bozner Fans, welche die weite Reise in die Tschechische Republik nicht gescheut haben.

 

Die Foxes können trotzdem stolz auf ihre Leistung sein, haben sie doch zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Runde der 16 besten europäischen Teams erreicht. Coach Kai Suikkanen bot Jake Smith im Tor auf, Massimo Carozza kehrte wieder in die Mannschaftsaufstellung zurück und Luca Frigo fiel heute dem Turnover zum Opfer.

 

Die Hausherren starteten gleich furios und trafen bereits in der ersten Minute mit Nemec die Außenstange. Beim ersten Powerplay für Bozen versuchte es Nordlund mit einem Onetimer, dann rettete Campbell bei einem Konter der Tschechen im letzten Augenblick und verhinderte Schlimmeres. Die Foxes hielten gut mit, verteidigten sich mit Ordnung und einem sicheren Jake Smith im Tor, der mit der Fanghand zwei Bomben aus dem hohen Slot von Kodytec und Vrablik entschärfte, während Nemec die Scheibe aus kurzer Distanz über das Gästetor hämmerte. Gegen den Penalty von Gulash nach Foul von Crescenzi war der Bozner Torhüter hingegen machtlos, denn der tschechische Stürmer ließ ihn mit einer eleganten Täuschung aussteigen und brachte sein Team in Führung.

 

Die fast 5000 Zuschauer, davon ca. 150 Fans aus Bozen, sahen ein torreiches zweites Drittel, mit Eishockey auf hohem Niveau und schön herausgespielten Toren. Plzen schraubte das Ergebnis in den ersten Minuten mit einem Doppelschlag von Gulas und einem Powerplaytor von Preisinger, der alleine vor Smith auftauchte, auf 4:0. Coach Kai Suikkanen tauschte anschließend seine Torhüter: für Smith kam Irving. Nachdem Findlay eine gute Möglichkeit ausgelassen hatte, brachen die Foxes nach knapp neun Minuten mit Marco Insam das Eis: das Tor gehörte eigentlich Kuparinen, der sich an der Bande die Scheibe erkämpfte, seinen Gegner mit einer sehenswerten Täuschung ausspielte und mit einem Querpass in den Lauf von Insam spielte, der Volley einschoss. Es war der 200. Punkt der #8 im weißroten Trikot. Michalchow verwehrte Insam kurz darauf mit einem Spagat den zweiten Treffer, auf der Gegenseite traf Kracik nur die Torstange. Nach 33 Minuten gelang Gulas das persönliche Poker mit einem Schuss aus dem Handgelenk, dann erzielten die Foxes den zweiten Treffer durch Findlay, der nach einem Gestochere vor dem tschechischen Tor am schnellsten reagierte und die Scheibe über die Linie schubste. Kurz vor der zweiten Sirene blieb der Bozner Goalie bei einem Sololauf von Kantner Sieger.

 

Da das Match bereits nach zwei Dritteln vorzeitig entschieden war, tat sich Im Schlussabschnitt relativ wenig. Die Hausherren erzielten noch den sechsten Treffer im Powerplay durch Indrak, während auf Bozner Seite Catenacci das leere Tor nach einem Ausflug von Michalchow nicht traf. Mit dem Schlusspfiff war das Abenteuer des HCB Südtirol Alperia in der Champions Hockey League beendet.

 

Bozen kann sich nun voll und ganz auf die Meisterschaft konzentrieren, wo es am kommenden Freitag, 23. November, in der Eiswelle mit dem Spiel gegen den HC Orli Znojmo weitergeht.

 

 

 

 


CHL logoDie Champions Hockey League wird seit dem Jahr 2014 als höchster Europokal-Wettbewerb im Eishockey ausgetragen. Es am Wettbewerb acht Gruppen a 4 Eishockey Teams teil. Die besten zwei Eishockey Mannschaften aus jeder Gruppe qualifizieren sich für die K.O. Phase im Hin- und Rückspielmodus. Das Fnale wird in einem Spiel ausgetragen, den Heimvorteil erhält das bis dahin punktbeste Team.

 

 

Weitere interessante Links:

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