Qualification Round - Enge Partien zum Auftakt in die Quali-Runde.

 

(EBEL/Kompakt) PM/MF: In der Qualifikationsrunde zu den EBEL Playoffs 2017/2018 gab es zum Auftakt drei mit Spannung erwartete Partien. Die Graz 99ers begrüßten den Krisenklub aus Villach, Bozen hatte die ungarischen Teufel zu Gast und die Dornbirn Bulldogs trafen auf den HC Orli Znojmo.

 

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(Foto: Marian Burndorfer / eishockeyonline.at)

 


 

Dornbirn Bulldogs vs. HC Orli Znojmo 5:3

 

Die Dornbirn Bulldogs besiegten den HC Orli Znojmo zum Auftakt der Qualification Round vor eigenem Publikum mit 5:3. Für die Vorarlberger, die ihre Tabellenführung im Kampf um die letzten beiden Playoff-Tickets ausbauten, war es der fünfte Heimsieg in Serie gegen das Schlusslicht aus Tschechien.

 

Mit Rostislav Docekal als Interims-Cheftrainer hinter der Bande startete der HC Orli Znojmo offensiv in die Partie. Nach neun Spielminuten zeigte der Neustart der Adler erste Früchte. Per Blueliner brachte Jakub Stehlik (9.) die Tschechen in Führung, zuvor scheiterten Jan Lattner und Antonin Boruta knapp. In doppelter Überzahl meldeten sich die Bulldogs zu Wort und Kapitän Jamie Arniel (13./pp2) glich die Partie mit einem scharfen Schuss aus. Mit Ablauf einer mehrminütigen Powerplaysituation der Hausherren war Jerome Leduc (15.) mit einem Schlagschuss zur Stelle. Die Rücklage der Bulldogs wurde noch im ersten Abschnitt korrigiert.
 
Nach dem ersten Seitenwechsel fassten sich die Znaim-Cracks erneut ein Herz und verzeichneten auch im Mittelabschnitt den ersten Treffer. Jan Lattner (24.) lenkte einen Pass von Petr Mrazek über die Linie. In weiterer Folge schwächten sich die Gäste erneut und mussten wiederum mit nur drei Mann gegen fünf Dornbirner verteidigen. Diesmal stemmten sich die Südmähren mit aller Kraft gegen einen weiteren Powerplaytreffer der Hausherren und so ging die Partie ausgeglichen in den Schlussabschnitt.
 
Keine Minute war im entscheidenden letzten Spielabschnitt gespielt, ehe die Bulldogs zum zweiten Mal in Führung gingen. Chris D’Alvise (41.) umkurvte Znojmo-Keeper Marek Schwarz, nachdem dieser einen Schuss von Oliver Magnan nur nach vorne abprallen lassen konnte. Eine gute halbe Minute später schob der sträflich allein gelassene Kevin Macierzynski (42.) nach idealem Arniel-Zuspiel den Puck ins leere Tor. Znojmo steckte den Doppelschlag nach kurzem Schütteln gut weg und meldeten sich durch einen Treffer von Tomas Guman (45.) zurück in die Partie. Mehr sollte den neu motivierten Gästen trotz der angesetzten Daueroffensive nicht mehr gelingen. Den 5:3-Endstand fixierte Brodie Reid (59.), just als Znojmo seinen Keeper für einen sechsten Feldspieler tauschen wollte, von der Mittellinie.

 


 

Graz 99ers vs. Villacher SV 1:3

 

Für die Adler ging es zu Beginn der Zwischenrunde gleich zum schwierigen Auswärtsspiel nach Graz. In den bisherigen vier Saisonduellen konnte sich dabei immer die Heimmannschaft durchsetzen. Um diese Serie zu brechen, hatte Markus Peintner den gesamten VSV-Kader zur Verfügung. Im Tor standen sich in dieser Partie Lukas Herzog auf Seiten des VSV, sowie Thomas Höneckl auf Seiten der Grazer gegenüber.

 

Das Spiel begann für den VSV gleich mit einem vierminütigen Powerplay. Die Adler konnten sich in diesem langen Powerplay zwar in der Zone der Grazer festsetzen, die Großchancen blieben aber aus. Nach diesem Powerplay kamen die Hausherren dann besser in die Partie. Fechtig und Weihager hatten von der blauen Linie die besten Chancen der Grazer, Lukas Herzog konnte sich aber immer wieder auszeichnen.  In der 8. Minute musste dann auch der erste Adler auf die Strafbank. Im folgenden Powerplay kamen die Steirer zwar zu einigen Chancen, Herzog war aber auf dem Posten und konnte alle Schüsse entschärfen. In der 15. Minute konnten die mitgereisten Fans der Adler zum ersten Mal jubeln. Andrew Sarauer konnte sich an der gegnerischen blauen Linie davonstehlen und lief alleine auf Höneckl zu. Der Stürmer der Adler lies dem Graz-Keeper im 1 gegen 1 keine Chance und traf zur 1:0 Führung für den VSV. Nach der Führung wurde das Spiel zwar ein wenig offensiver, beide Mannschaften taten sich in weiterer Folge aber schwer Chancen zu kreieren. Treffer fiel in diesem Drittel keiner mehr und so ging es für den VSV mit dem 1:0 in die erste Pause.

 

Auch der zweite Abschnitt startete etwas schleppend. Beide Mannschaften spielten sich zwar immer wieder ins Angriffsdrittel, die großen Chancen kamen aber auf beiden Seiten noch nicht zu zustande. Nach einigen Minuten im zweiten Drittel nahm das Spiel dann wieder etwas Fahrt auf. Bacher versuchte es für die Adler mit einem Flachschuss, Höneckl war aber mit dem Schoner zur Stelle. In der 32. Minute musste Herzog dann allerdings das erste Mal hinter sich greifen. Zusevic konnte sich auf der linken Seite durchsetzen und erzielte im Alleingang das 1:1 für die Hausherren. Nach dem Ausgleich gingen die Adler wieder in die Offensive über und hatten zwei Minuten später die perfekte Antwort parat. Nach einem schönen Querpass von Sam Labrecque und einem Schuss von Benji Petrik konnte Ben Walter den Rebound zum 2:1 aus Sicht der Adler über die Linie befördern. Nach dem Treffer ging es sofort spannend weiter. Miha Verlic kam alleine vor Höneckl an die Scheibe, der Slowene scheiterte aber an der Stange. Danach wurde es ein wenig chaotisch. Nach einem Schuss von Ograjensek jubelten die Grazer, der Treffer wurde aber nach Videostudium nicht gegeben. In der selben Minute konnte Hickmott für die Adler dann aber erhöhen. Hickmott nahm vom Bullykreis Maß und traf zur 3:1 Führung ins kurze Eck. Mit dem 3:1 aus Sicht der Adler ging es dann auch in die letzte Pause.

 

Im letzten Drittel verlegten sich die Adler immer mehr auf die Defensive. Die Grazer versuchten es in weiterer Folge mit einigen Sololäufen, aber spätestens bei Lukas Herzog war für die Steirer immer Endstation. Je länger das Drittel dauerte desto wütender wurden die Angriffe der Hausherren. Die Grazer hatten zwar deutlich mehr vom Spiel, die Defensive des VSV ließ aber nur wenig zu und so blieben Chancen eher Mangelware. Gegen Ende der Partie warfen die Grazer dann noch einmal alles nach vorne, schwächten sich mit einer Strafe allerdings selbst. 2 Minuten vor der Schlusssirene ging Höneckl dann vom Eis, die Defensive der Adler lies aber auch mit einem Mann weniger nichts mehr Gefährliches zu. Ohne einen weiteren Treffer im letzten Drittel endete die erste Partie in der Zwischenrunde mit einem 3:1 Auswärtserfolg für die Adler.

 


 

HCB Südtirol Alperia vs. Fehervar AV 19 1:2

 

Ab heute ging es für den HCB Südtirol Alperia ums Eingemachte, nämlich einen guten Start in der Qualification Round hinzulegen, um am Ende auf einem der beiden ersten Plätze zu liegen. Der heutige Gegner Fehervar aus Ungarn war laut Papier einer der leichteren Gegner und drei Punkte waren daher unbedingt Pflicht, um den Gap zu den beiden Teams, welche in der Tabelle vor den Foxes liegen, nach Möglichkeit aufzuholen. Daraus wurde für die Hausherren leider nichts, das Match ist ganz einfach erklärt: Bozen war Meister im Vergeben der zahlreichen Tormöglichkeiten, Fehervar Meister im Ausnützen der spärlich gesäten Chancen.

 

Die Foxes legten ein ordentliches Tempo ins erste Drittel, zeigten schöne Kombinationen mit allen Linien, es fehlte aber der entscheidende Pass und der letzte Nachdruck vor dem gegnerischen Tor. Bereits in der ersten Minute legte Oleksuk für Halmo zurück, dieser konnte nicht verwerten, dann tauchte Miceli alleine vor Carruth auf, auch er brachte die Scheibe nicht im Tor unter. Der Bozner Torhüter wurde erst in der neunten Minute zum ersten Mal geprüft, als er einen Schuss von Lattendresse mit einem Reflex abwehrte. DeSousa und vor allem Petan sorgten immer wieder für Aufregung in der Verteidigung der Gäste, bis zwei Minuten vor Drittelende die Gäste wie aus dem Nichts in Führung gingen. Ein kapitaler Fehlpass der Foxes im eigenen Drittel brachte Lovecchio alleine vor Tuokkola und dieser ließ sich die Chance nicht entgehen.

 

Der mittlere Abschnitt verlief äußerst zerfahren und es gab genügend Diskussionsstoff. Die Bozner bemühten sich zwar, konnten sich aber gegen einen physisch stärkeren Gegner nur schwer durchsetzen. Nach 46 Sekunden gelang den Foxes der ersehnte Ausgleichstreffer durch Austin Smith, welcher von Okeksuk herrlich freigespielt wurde. Der HCB Südtirol Alperia war in diesem Abschnitt Meister in vergebenen Torchancen. Smith vergab eine 100%-ige auf Pass von Halmo, Bernard machte es ihm gleich, Marchetti zog von der blauen Linie ab, der Schuss war zu wenig präzise. Für Abwechslung sorgte dann eine Meinungsverschiedenheit zwischen Angelidis und Manavian, beide bekamen eine Denkkpause für 10 Minuten. In den letzten fünf Minuten überschlugen sich dann die Ereignisse: ein Tor von Monardo wurde nach Einsicht der Torkamera nicht anerkannt (die Scheibe hatte die Torlinie nicht überschritten), ein weiteres Tor von Miceli in allerletzter Sekunde nahm denselben Ausgang (Scheibe wurde mit dem Schlittschuh über die Linie befördert). Dazwischen scheiterte DeSousa mit einem Penalty an Carruth und auch Sointu konnte alleine vor dem gegnerischen Goalie nicht realisieren.

 

Die Foxes begannen das letzte Drittel für gut eine Minute in Überzahl und konnten auch dieses Mal kein Kapital daraus schlagen. Der HCB Südtirol Alperia hatte in diesem Abschnitt ganze drei gute Tormöglichkeiten: nach sechs Minuten landete ein schönes Zusammenspiel zwischen Oleksuk und Smith an der Latte, Halmo machte nach zwölf Minuten alles alleine, nur das Tor nicht und Bernard vernebelte seine dritte Chance des Spieles. So kam es, wie es kommen sollte: knapp vier Minuten vor Spielende gab Daniel Koger den Foxes den Gnadenstoß, auch ein letztes Aufbäumen von Bozen mit dem sechsten Feldspieler war vergeblich.

 

Die Foxes stehen nun durch diese Heimniederlage unter enormen Erfolgsdruck und müssen im Auswärtsspiel vom Sonntag in Znojmo (Spielbeginn ist um 17,30 Uhr) unbedingt gewinnen, ansonsten ist der Zug wahrscheinlich schon abgefahren.

 

 

 

 

 

 

 

 


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