Pick-Round - Vienna Capitals schießen KAC in die Krise! Erster Sieg für KHL Medvescak.

 

(EBEL/Kompakt) PM: Die Krise in Klagenfurt ist perfekt! Die Rotjacken verloren auch beim Meister deutlich mit 1:4. Für KHL Medvescak lief es hingegen besser. Die Kroaten sicherten sich am Donnerstag in Innsbruck den ersten Sieg in der Pick Round.

 

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(Foto: Martina Bednar / eishockeyonline.at)

 


 

Vienna Capitals vs. Klagenfurter AC 4:1

 

Die Vienna Capitals bleiben in der Pick Round weiterhin makellos und besiegen am Donnerstag auch den EC-KAC mit 4:1. Der Meister traf drei Mal in Überzahl.

 

Nach Warnschüssen auf beiden Seiten (Ryan McKiernan geblockt/1., Stefan Geier daneben/2.) mussten die Rotjacken schon früh im ersten Abschnitt bei numerischer Unterlegenheit agieren. Die beste Möglichkeit dieser Phase ergab sich nach einem Schuss von Taylor Vause, als jedoch kein Wiener an den aussichtsreichen Rebound kam (4.). Die Klagenfurter hielten in den Anfangsminuten dank gutem Forecheckings stets dagegen, die Capitals kamen bei Even Strength nur selten geordnet in ihre Angriffszone. Nach zwei von Tomáš Duba gut parierten, verdeckten Fernschüssen (8.) erhielt der EC-KAC nach einem Bandencheck gegen Marco Richter sein erstes Überzahlspiel. Diese erstreckte sich über gleich vier Minuten, Treffer gelang dem Rekordmeister dabei aber keiner. Gegen Johannes Bischofberger von halblinks (9.), bei einem Onetimer von Jamie Lundmark aus dem Slot (11.) und bei zwei Fernschüssen von David Fischer (12.) zeichnete sich Goalie J.-P. Lamoureux jeweils aus. Effektiver bei numerischer Überlegenheit agierte der Tabellenführer: Als Jamie Lundmark in der Kühlbox saß, war der EC-KAC zunächst noch im Glück, als Mario Fischer einen Abpraller vom Torraum aus an den Pfosten stocherte (15.). Besser machte es dann noch im gleichen Powerplay Peter Schneider, der von Rafael Rotter per Querpass bedient vom linken Faceoff-Punkt aus in die kurze Ecke einsendete (16.). Auf der Gegenseite vermochten die Rotjacken auch ihr drittes Überzahlspiel des Abends nicht in einen Torerfolg umzumünzen, Johannes Bischofberger vergab von den Hashmarks aus die beste Gelegenheit, Lamoureux war bei seinem Schlagschuss mit der Fanghand zur Stelle (17.).


Den besseren Start ins zweite Drittel hatten die Gäste: Manuel Geier tankte sich aus der Ecke der Angriffszone ins Zentrum durch, scheiterte aber gleich doppelt am Wiener Schlussmann. Gleiches galt für Julian Talbot, dessen Direktabnahme aus dem Slot nur wenig später zur Beute von Lamoureux wurde (jeweils 21.). Aus einem flinken Konter heraus verdoppelten die Capitals ihren Vorsprung: Peter Schneider enteilte der rot-weißen Abwehr und setzte die Scheibe mit der Rückhand unters Tordach (24). Nach einer Puckeroberung in der Angriffszone durch Johannes Bischofberger wurde der KAC-Stürmer für gleich vier Minuten auf die Strafbank verbannt. Die Rotjacken verteidigten sich in Unterzahl sehr stark, mussten aber dennoch den (sehr unglücklichen) Verlusttreffer Nummer drei hinnehmen: Ein eher in die Kategorie Verlegenheitsschuss fallender Versuch von McKiernan wurde von Kevin Kapstad ins eigene Tor abgefälscht (32.). Während der nächsten numerischen Überlegenheit stand nur eine großartige Parade von Tomáš Duba mit den Beinschonern zwischen Peter Schneider und dessen Hattrick (34.). Als im Zuge eines weiteren Powerplays für die Hausherren anfangs Konfusion vor dem KAC-Kasten herrschte, die Defensive aber mit vereinten Kräften eine Klärung herbeiführen konnte, war Wien nahe am nächsten Treffer dran. Dieser gelang in der Schlussminute des Mitteldrittels aber auch Jerry Pollastrone nicht, sein Abschluss nach „Drei-gegen-Zwei“-Konter fiel aus dem Slot zu zentral aus.


Wie schon im zweiten gehörte auch im dritten Durchgang die erste gute Gelegenheit den Rotjacken: Jon Rheault vergab allerdings aus dem Slot, Lamoureux parierte (41.). Während die Capitals mit einer Drei-Tore-Führung im Rücken nach vorne fortan eher schaumgebremst agierten, kamen die Klagenfurter zu besseren Gelegenheiten, allerdings nie mit jenem Nachdruck, der ein Kippen der Partie wahrscheinlich gemacht hätte. Nach flinkem Antritt über links versuchte es Johannes Bischofberger mit einem Wrap-Around, verzog jedoch (46.), ein Ganahl-Wristshot aus dem Zentrum landete mittig am Caps-Goalie (47.) und ein Schuss von Kapstad aufs kurze Eck nach gutem Offensivzonen-Shift der Brucker-Linie fand ebenfalls nicht den Weg in die Maschen (49.). In Folge eines Aufbaufehlers der Rotjacken hatte auf der Gegenseite Taylor Vause die gute Gelegenheit auf den vierten Treffer des Abends, unter Mithilfe des Gestänges rettete aber Tomáš Duba (50.). Weil danach auch Kapstad und Ganahl Präzision vermissen ließen (jeweils 50.), erhöhte der Tabellenführer während eines weiteren Powerplays auf 4:0: Zwei Querpässe hebelten die Box des EC-KAC aus, letztlich konnte Riley Holzapfel den Puck aus kurzer Distanz über die Linie drücken und sich somit auch im fünften Saisonduell mit Klagenfurt als Torschütze feiern lassen (56.). Knapp drei Minuten vor dem Ende fand Rot-Weiß doch noch einen Weg, um auf die Anzeigetafel zu kommen: Beim (eigentlich missglückten und daher eine Abseitsstellung auslösenden) Versuch, die blaue Linie zu halten, schoss Christoph Duller auf den Kasten, Julian Talbot fälschte am Crease noch ab und die Schiedsrichter entschieden auf Tor für den EC-KAC (58.). 4:1 lautete schließlich auch das Endresultat, da sich in den finalen Zügen der Partie Tomáš Duba noch zwei Mal auszeichnen konnte: Als Taylor Vause die halbe Hintermannschaft der Klagenfurter überlief und in Penalty Shot-Manier vor dem Tschechen auftauchte (58.), blieb dieser ebenso siegreich wie beim erneuten Versuch des Kanadiers aus kurzer Distanz wenige Sekunden vor der Schlusssirene.

 


 

HC TWK Innsbruck vs. KHL Medvescak 3:5

 

KHL Medvescak Zagreb siegte in Innsbruck mit 5:3 und feierte damit den ersten Sieg in der Pick Round.

 

KHL Medvescak Zagreb erwischte den besseren Start in die Partie. Nach nicht einmal zwei Minuten bejubelte Koskiranta das 1:0. Die Innsbrucker hatten im ersten Drittel zu kämpfen und machten sich das Leben durch (unnötige) Fehler schwer. Kevin Wehrs ließ in Minute 5 die erste große Möglichkeit auf das 1:1 liegen, er verstolperte. Die Kroaten blieben gefährlich, ließen aber eine Doppelchance liegen. Unerwartet glich der HCI aus: Andrew Yogan war nach feinem Zuspiel von Poulsen zur Stelle (15.). Der Treffer gab den Gastgebern in der Folge Auftrieb. John Lammers, Lubomir Stach und Ondrej Sedivy scheiterten noch im ersten Abschnitt.


Als würden die Zuschauer in der Tiroler Wasserkraftarena ein Deja-vu-Erlebnis durchleben, sorgten die Gäste abermals nach zwei gespielten Minuten für die Führung. Ein Schuss von Cepon wurde von der Schulter von Florian Pedevilla ins eigene Tor abgefälscht (22.). Nur zwei Minuten später brannte es erneut vor dem Tor der Tiroler, knapp 40 Sekunden doppelte Überzahl galt es zu überstehen. Mit viel Einsatz und einem guten Penaltykilling überstanden die Haie diese brenzlige Phase. In Minute 29 war es dann aber so weit, Olden fälschte mustergültig zum 3:1 ab. Die Haie gaben die passende Antwort. Ondrej Sedivy verkürzte im Gegenzug auf 2:3 und hauchte den Gastgebern neues Leben ein. Das Spiel blieb aber weiter ausgeglichen, die Gäste zeigten sich weiter brandgefährlich. In der 35. Minute erhöhten die Bären dann wieder auf einen Zwei-Tore-Vorsprung, Topscorer Morley war am langen Pfosten zur Stelle. Im Gegenzug verpasste Blain die Topmöglichkeit auf den Anschlusstreffer. Dieses Versäumnis holte John Lammers nach, er setzte die Scheibe durch die Beine von Carr ins Netz. Nach nur 20 Sekunden im Schlussabschnitt hatte dann Tyler Spurgeon die hundertprozentige Chance auf den Ausgleich, doch er zögerte zu lange. Das Spiel war nun hochspannend mit guten Aktionen auf beiden Seiten. Den Haien lief vermehrt die Zeit davon. Koudelka setzte mit dem Schuss ins leere Tor den Schlusspunkt zum 5:3-Sieg.

 

 

 

 

 

 

 


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