Vienna Capitals verteidigen Platz 1 im Pick-Round Hit bei den Red Bulls!

(EBEL/EC-RBS) CS: Die Wiener Vormachtstellung im EBEL-Hockey ist am Mittwochabend nicht gefallen. Der Meister aus der Hauptstadt konnte nach dem National-Break das Team der Stunde, die Red Bulls Salzburg, am Ende verdient mit 3:1 schlagen und die Spitzenposition in der Pick-Round verteidigen.

 

RedBulls vs. Caps

(Foto: Gepa Pictures) 


EC Red Bull Salzburg vs. Vienna Capitals 1:3 (1:1, 0:1, 0:1)

 

Ohne den überraschend nach Olten gewechselten McGregor Sharp, dafür aber mit dem erstmalig auf der Center-Position eingesetzten Brandon Buck (Neuzugang vom HC Davos), wollten die Wiener ihren Platz an der Sonne, den sie über Monate ungefährdet inne hatten, verteidigen. Die wiedererstarkten Red Bulls, die durch diverse Nachverpflichtungen im Saisonverlauf immer stärker werden, mussten am Abend einmal mehr auf Thomas Raffl verzichten, konnten aber ansonsten personell aus dem Vollen schöpfen.

 

Die Begegnung begann mit einem Überzahl des Spitzenreiters, Stajnoch musste Brandon Buck in seinem ersten EBEL-Spiel seit vier Jahren vor dem Tor unsanft fälllen: Die Caps spielten ein eigentlich schwaches Powerplay, im Gewühl setzte sich Jerry Pollastrone wenige Sekunden vor Ablauf der Strafe jedoch zur frühen Wiener Führung durch. In der Folgezeit entwickelte sich ein eher maues Topspiel und so blieben spektakuläre Saves und Einschussmöglichkeiten aus, beide Teams neutralisierten sich vollständig und auch im ersten Überzahl der Bulls nach dreizehn Minuten gab es keine nennenswerte Aktion zu verzeichnen. Erst als Wiens Rotter nach 16 Minuten die Strafbank beehrte lag der Ausgleich in der Luft und Salzburg kam durch Raymond zu einem Hochkaräter,  wenig später durch Matt Generous nach Pass von Assist-König Schremp dann doch noch zum etwas schmeichelhaften 1:1. Zum Drittelende nahm die Partie dann aber endlich Fahrt auf und die Mozartstädter konnten bei einer 4 gg 3-Überzahlsituation, Buck und wieder Rotter saßen ab, Goalie Lamoureux das ein oder andere Mal prüfen.

 

Zu Beginn des zweiten Abschnitts gaben die Caps dann den Ton an und Goalie Starkbaum rettete zweimal gegen Holzapfel in höchster Not, die Bullen fingen an im eigenen Stadion zu kontern. Das Spiel war deutlich attraktiver als im ersten Abschnitt, doch Tore blieben, obwohl alle vier Reihen munter nach vorne agierten, erstmal aus, weil entweder der letzte Querpass im Slot nicht ankam oder die soliden Starkbaum und Lamoureux auf dem Posten waren. Den "Lucky Punch" setzte dann letztlich doch noch der Tabellenführer kurz vor der Sirene,  Neuzugang Buck , nun in einer Powerplay-Reihe mit Rotter und Pollastrone, fügte sich prima in sein erstes EBEL-Spiel ein und scorte 17 Sekunden vor dem Buzzer (40.), was einen spannenden Schlussabschnitt garantierte.

 

Dieser begann mit einem Paukenschlag: Erst Herburger mit einem tollen Sololauf und einem Schuss auf die Linie, Sekunden später mit einem irregulären Wiener Tor - die angespnnten und deshalb fast schon enorm leisen Fans im Volksgarten sahen ein Auf und Ab mit wenig Unterbrechungen. Auch körperlich nahm die Partie mächtig zu, Brandon Buck provozierte ein Gerangel vor Bernhard Starkbaum, welches in einer entscheidenden Phase Wien ein Powerplay bescherte: Dies nutzten die Caps zum 3:1 in Gestalt von Jerry Pollastrone nach Zuspielen von Rotter und Fraser. Bemüht, letztlich aber zu wenig überraschend, wollte RB den Anschluss noch herstellen, die beste Chance ließ dann Robby Schremp drei Minuten vor Schluss aus, als er die Scheibe mit der Rückhand über das Gehäuse schaufelte. Bernhard Starkbaum verließ dann für längere Zeit auch noch seinen Kasten, ein Comeback sollte aber trotz etlicher Schüsse nicht mehr gelingen. Stattdessen feierten die 17 mitgereisten Wiener im Gästeblock der Eisarena einen Auswärtserfolg und eine tolle Premiere von Brandon Buck.

 

Am kommenden Freitag haben die Salzburger dann nochmal die Möglichkeit auf Platz 1 zu schielen, wenn sich beide Teams in Wien wieder sehen. Sollte dann Wien das Spiel gewinnen, steht ihnen wohl der erste Pick für die Playoffs zu.

 

 

Aus Salzburg: Christoph Schneider

 


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