EBEL - EC Red Bull Salzburg Saisonrückblick mit Head Coach Greg Poss

 

(EBEL/EC Red Bull Salzburg) Nach dem knapp verpassten Erste Bank Eishockey Liga-Titel hat der EC Red Bull Salzburg die Saison 2017/18 bereits Revue passieren lassen. Nach der 2:3-Niederlage in Spiel 7 gegen die Füchse des HCB Südtirol Alperia sitzt der Schmerz noch in den Gliedern. Der Blick von Head Coach Greg Poss ist jedoch bereits in die Zukunft gerichtet, in die er mit einer jungen, dynamischen Mannschafte gehen will.

 

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(Foto: Gepa-Pictures)

 


„Das Scheitern in Spiel 7 ist sehr schmerzhaft für uns, man muss aber auch die gesamte Saison betrachten. Seit zwei Jahren befinden wir uns in einem Umbruch, junge Spieler müssen die Positionen von ehemaligen Leistungsträgern füllen“, sagte Salzburgs Head Coach Greg Poss. Spieler wie Huber, Cijan, Hochkofler oder Winkler machten dabei ihre Sache gut, am Ende war es ganz knapp zu wenig. „Ganz kurz vor unserem großen Ziel, dem Gewinn der Meisterschaft, hat es leider nicht gereicht. Die Saison mit einem schlechten Start war nicht leicht für uns. Gegen Ende haben wir uns gefangen, sind wieder aufgestanden und haben uns mit dem zweiten Platz im Grunddurchgang für die Champions Hockey League 2018/19 qualifiziert, sowie den österreichischen Meister zum achten Mal nach Salzburg geholt.“

 

 

Kaderplanung 2018/19

 

Seit Anfang der Woche wird bereits intensiv am Kader für die kommende Spielzeit gearbeitet. Der EC Red Bull Salzburg freut sich dabei, mit dem Österreicher Lukas Herzog den ersten Neuzugang präsentieren zu können. Der 25-jährige gebürtige Zeller lernte im Pinzgau sein Handwerk, ehe er im Jahr 2009 nach Villach übersiedelte. Als Nachwuchsspieler debütierte Lukas in der Saison 2012/13 in der Erste Bank Eishockey Liga, ehe er 2015/16 beim EC VSV in der Kampfmannschaft Fuß fasste. Insgesamt hat der flinke Torhüter 56 Einsätze in Österreichs höchster Spielklasse bestritten und zwei Einsätze mit dem österreichischen Nationalteam in seiner Vita stehen. Sein A-Team-Debüt feierte er erfolgreich bei einem 2:1-Shootout-Sieg gegen Norwegen am 2. Oktober 2017.

 

 

Neben dem ersten Neuzugang bleibt den Red Bulls der österreichische Stamm der Mannschaft erhalten, junge Farmteamspieler wie Dario Winkler (hatte heuer bereits einen starken Auftritt) und Christof Wappis stoßen zum EBEL-Kader. Zugleich werden die beiden Importspieler Bobby Raymond und John Hughes in der Saison 2018/19 wieder im Salzburger Trikot auflaufen.

 

 

Nach acht Jahren bedankt sich der EC Red Bull Salzburg hingegen herzlich bei Torhüter Luka Gracnar, der als 16-Jähriger in Salzburg debütierte und aus dem Akademieprogramm nicht nur zum Profi reifte, sondern auch zum Fanliebling in Salzburg avancierte. Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung wünschen wir dem dreimaligen EBEL-Champion alles Gute und bedanken uns für seinen jahrelangen Einsatz im Dress der Red Bulls. Ebenfalls Dank für den Einsatz in der abgelaufenen Saison gebührt Julien Brouillette, der seine aktive Karriere beendet und Matt Generous, der, nach drei Gehirnerschütterungen in dieser Saison, seinem Körper Zeit zur Regeneration gibt. An dieser Stelle bedanken wir uns ebenfalls bei Torhütertrainer Hannu Nykvist für seine Arbeit und Assistent Coach Tim Kehler, der auf Suche nach einer neuen Herausforderung als Head Coach den EC Red Bull Salzburg verlassen wird. Bei weiteren Spielern ist die Zukunft aktuell noch unklar.

 



 

 

Manuel Latusa beendet Spielerkarriere

 

Ein Gesicht wird man im Team der Red Bulls – einmal abgesehen von Daniel Welser, der schon im November letzten Jahres nach einem Schlaganfall seine Karriere beendet hatte – in Zukunft wohl besonders vermissen, denn auch Manuel Latusa hat sich entschlossen, die Schlittschuhe an den Nagel zu hängen.

 

 

Der 34-jährige Stürmer kam 2008 nach Salzburg und hat seitdem alle Erfolge der Red Bulls mitgefeiert. An vier EBEL-Titeln, einem Sieg im Continental Cup sowie einem Sieg in der European Trophy mit den Red Bulls hatte der gebürtige Wiener seinen Anteil. Davor gewann er den EBEL-Pokal auch einmal mit den Vienna Capitals und wurde 2000/01 mit dem KAC auch österreichischer Meiser, will diesen Titel aber nicht so recht mitzählen, weil er damals als 17-Jähriger nur zwei Saisoneinsätze hatte.

 

 

Auch im österreichischen Nationalteam gehörte Manuel Latusa zum Stammpersonal, bestritt 106 Einsätze in rot-weiß-rot und war u.a. auch 2014 in Sochi am Start. In der Erste Bank Eishockey Liga ab 2003 sowie in der österreichischen Meisterschaft davor bestritt der Vater eines Sohnes, der mittlerweile im Salzburger Nachwuchs trainiert, 912 Spiele. Zusammen mit den Einsätzen in internationalen Clubbewerben (inkl. Pre-Season) stehen gar 1.087 Spiele als Profi in seiner Vita. In seiner letzten Saison hat der Stürmer noch einmal 31 Spiele für die Red Bulls gemacht.

 

 

Parallel zu seiner Profitätigkeit hat Manuel Latusa in den letzten Jahren die österreichische Trainerausbildung absolviert und könnte sein Wissen und seine Erfahrung nun im Salzburger Nachwuchs weitergeben, entsprechende Gespräche sind im Laufen. In Erinnerung bleiben wird Manuel Latusa neben seinen Fähigkeiten auf dem Eis auch mit seiner freundlichen und witzigen Art – der Wiener Schmäh eben –, mit der ihn auch die Fans ins Herz geschlossen haben. Die Red Bulls bedanken sich für zehn Jahre Treue zum Club und wünschen ihm alles Gute auf seinen weiteren beruflichen und privaten Wegen.

 


Der aktuelle Kader der Red Bulls

 

Tor
Lukas Herzog (AUT/Neuzugang)

 

Verteidigung
Matthias Trattnig (AUT)
Alexander Pallestrang (AUT)
Daniel Jakubitzka (AUT)
Bobby Raymond (CAN)
Layne Viveiros (AUT/CAN)
Dominique Heinrich (AUT)

 

Sturm
Thomas Raffl (AUT)
Alexander Rauchenwald (AUT)
Raphael Herburger (AUT)
Alexander Cijan (AUT)
Michael Schiechl (AUT)
Peter Hochkofler (AUT/ITA)
Dario Winkler (AUT)
Florian Baltram (AUT)
Mario Huber (AUT)
Christof Wappis (AUT)

 

 


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