WM2018 - Schweizer Aufholjagd gegen Russland nicht belohnt

  

(Eishockey WM 2018/Dänemark) (Roman Badertscher)  Trotz eines umkämpften und ebenbürtigen Spiels zwischen Russland und der Schweizer Nationalmannschaft behielte das Team von Ilya Vorobyov trotz einer sehenswerten Aufholjagd der Eisgenossen am Ende die Nase vorne.

 

 

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(Foto: IIHF/HHOF)

 


 

Russland startete blitzschnell in die Partie und überrannte die Schweiz bereits in den Startminuten. Nach nicht einmal zehn gespielten Minuten resultierten bereits drei Pfostenschüsse für die Russen. Die Schweiz fand je länger je besser ins Spiel und kam ebenfalls zu ihren Chancen. Mit gutem Forechecking wurden die Sbornaja im eigenen Drittel und vor allem im Aufbau von hochkarätigen Chancen gestört.

 

 

Zu Beginn des zweiten Abschnitts fiel der erste Treffer für die Favoriten. Kirill Kaprizov traf bei nummerischem Gleichstand zum 1:0, in dem er den Puck noch leicht vor Reto Berra ins Tor abfälschte. Die Schweizer wussten zu reagieren und konnten sich in Überzahl beweisen. Ramon Untersander traf nach schöner Vorarbeit von Dean Kukan und Enzo Corvi zum Ausgleichstreffer. Dieser war gleichbedeutend wie das erste Unterzahltor, das die Russen an dieser WM hinnehmen mussten. Die Freude für die Schweiz war allerdings nur von kurzer Dauer. Yevgeni Dadonov erzielte wenig späer das 2:1 für den amtierenden Olympia-Sieger. Reto Berra im Schweizer Tor war bei diesem Treffer die Sicht verdeckt. Eine Minute vor der Pause musste neben Tristan Scherwey auch Nino Niederreiter aufgrund eines Wechselfehlers auf der Strafbank Platz nehmen. Dies ermöglichte den Russen während rund eineinhalb Minuten in doppelter Überzahl zu agieren. Drei Sekunden vor der Sirene erzielte Nikita Nesterov mit einem Slapshot das 3:1.

 

 

Die Schweiz gab sich allerdings noch nicht geschlagen. Sven Andrighetto schoss sein Team auf 3:2 heran. Vier Minuten vor Schluss konnte Mikhail Grigorenko den Zweitorevorsprung wieder herstellen. Wenig später nahm Russland eine Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis. Patrick Fischer nahm Berra bereits aus dem Tor und spielte mit 6 vs. 4. Und es klappte! Gaëtan Haas lenkte einen Schuss von Sven Andrighetto entscheidend zum 4:3 ab. 12 Sekunden vor dem Abpfiff hatte Enzo Corvi den Ausgleich auf der Stockschaufel. Er traf jedoch nur den Pfosten. Ein umkämpftes und faires Spiel ging gegen Russland zwar mit 4:3 verloren, die Leistung sollte aber sicher Mut geben für das Spiel am Sonntag gegen Schweden.

 

 


 


 

 

Russland – Schweiz 4:3 (0:0, 3:1, 1:2)
Royal Arena. – 12'366 Zuschauer. – SR: Kubus/Schukies, Davis/Kilian.

 

Tore: 22:22 Kaprizov (Datsyuk, Gusev) 1:0. 26:35 Untersander (Kukan, Corvi / Ausschluss Bereglazov) 1:1. 27:47 Dadonov (Anisimov) 2:1. 39:57 Nesterov (Gusev, Datsyuk / Ausschluss Scherwey, Niederreiter) 3:1. 51:52 Andrighetto (Meier, Vermin) 3:2. 56:07 Grigorenko (Anisimov, Gavrikov) 4:2. 58:12 Haas (Andrighetto, Niederreiter / Ausschluss Kaprizov) 4:3.

 

Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Russland, 4-mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

 

Russland: Koshechkin (Ersatz: Shestyorkin); Gavrikov, Kiselevich; Nesterov, Zaitsev; Yakovlev, Bereglazov; Tryamkin; Gusev, Datsyuk, Kaprizov; Grigorenko, Anisimov, Buchnevich; Dadonov, Andronov, Mamin; Mikheyev, Barabanov, Kablukov; Shalunov.

 

Schweiz: Berra (Ersatz: Genoni); Müller, Diaz; Kukan, Untersander; Frick, Fora; Genazzi; Moser, Corvi, Niederreiter; Meier, Vermin, Andrighetto; Hofmann, Schäppi, Baltisberger; Riat, Scherwey, Haas; Rod.

 

Bemerkungen: Schweiz von 56:48 bis 58:12 und von 58:28 bis 60:00 ohne Goalie.

 

Schüsse aufs Tor: 23:27 (8:5, 7:9, 8:13)

 

 

 


wm2018 danmarkDie 82. IIHF Eishockey Weltmeisterschaft 2018 findet in Copenhagen und Herning (Dänemark) statt. Für das kleine Land Dänemark ist dies zugleich die Premiere, denn bislang hatte man lediglich Nachwuchs Weltmeisterschaften und Turniere für die Olympiaqualifikation ausgerichtet und noch nie eine A-Weltmeisterschaft.

 

Informationen über alle Weltmeisterschaften, Olympische Spiele seit 1910 bis heute findet Ihr auf unserer Webseite www.eishockey-deutschland.info

 

 



 

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