Interview mit Lukas Haudum: "Eine schlechte Option gab es nicht!".

 

(Interview) (Mathias Funk) Lukas Haudum ist ein österreichischer Eishockeyspieler, welcher 2018/2019 für die IK Pantern in der schwedischen Allsvenskan auf Torejagd gehen wird. Der gebürtige Linzer geht damit in seine fünfte Spielzeit in der skandinavischen Eishockeyrepublik.

 

lukas haudum wm2018

(Foto: IIHF/HHOF)

 


 

Fast wäre der Angreifer, welcher sowohl als Center als auch auf dem linken Flügel fungieren kann, in seiner Heimatstadt gelandet. Letztendlich hat sich der erst 21- Jährige aber doch für Schweden und gegen die Black Wings Linz entschieden. Während der Vorbereitung im Sommer traf sich eishockeyonline.at Redakteur Mathias Funk mit dem Linksschützen und bekam Antworten auf zahlreiche Fragen.

 

 

Lukas, danke dass Du dir Zeit genommen hast um uns ein paar Fragen zu beantworten. Wie war dein Sommer?


Im Sommer trainierte ich mit Kollegen mit einem sehr guten Plan ca. 7 bis 9 mal die Woche auf der Gugl (Olympiasportzentrum Linz). Wegen der WM ist mein Sommertraining meistens kürzer als von anderen Spielern und so bin ich heuer auf 2 Monate gutes Training gekommen, bin aber sehr gut vorbereitet.

 


Der Urlaub begann bei dir aufgrund der WM in Kopenhagen etwas später. Wie zufrieden bist du mit dem Abschneiden mit Team Austria?


Die WM war eine super Erfahrung und der Klassenerhalt natürlich sehr schön und unglaublich wichtig für das österreichische Eishockey. Durch eine sehr gute Organisation in und rundum der Mannschaft sowie eine sehr gut zusammengestellte Truppe konnten wir eine gute Performance aufs Eis bringen und so den Klassenerhalt, meiner Meinung nach verdient, sichern. Allerdings machte es eine nicht so stark wie gewöhnlich weißrussische Mannschaft möglich, dass drei Punkte gegen sie ausreichten um unser Ziel zu erreichen.

 


Die nächste WM findet in der Slowakei statt. Wie wichtig wird dabei der Fan-Faktor sein? Bratislava ist von Wien ja nur wenige Autominuten entfernt..


Die Fans sind immer wieder eine riesen Unterstützung und ich hoffe dass sie uns nächstes Jahr zu einer besseren Leistung verhelfen. Den extra Schub Motivation kann man oft sehr gut gebrauchen.

 

 



 

Kommen wir zu dir persönlich. Beinahe wärst du in die EBEL zurückgekehrt, hast dich dann aber doch noch für Schweden entschieden. Was waren die Gründe dafür?


Naja, es war keine leichte Entscheidung im Sommer und man kann nicht sagen wie und wo ich mich besser entwickeln kann! Eine schlechte Option gab es nicht! Aber die schwedische Entwicklungsarbeit ist bekanntlich eine der besten der Welt und ich bin in einem Alter wo man in dieser Hinsicht noch einige Schritte zulegen kann. Ich will  in der kommenden Saison vor allem sehr viel Eiszeit und eine Leaderrolle im Team haben und wieder zu meinem Spielstil finden.

 


Was bietet dir die zweite schwedische Liga, was dir die Black Wings Linz in der EBEL nicht bieten hätten können?


Bei IK Pantern bin ich sehr gut aufgehoben und fühle mich sehr wohl. Letztendlich glaube ich dass ich mich in Schweden besser entwickeln kann und mit meinem Bauchgefühl fiel die Entscheidung eben so aus.

 


Welche Ziele verfolgst du mit den IK Pantern in der kommenden Allsvenskan? Kannst du dir in naher Zukunft ein Engagement in Österreich vorstellen, oder blickst du mehr auf Nordamerika?


Generell versuch ich mich auf das kommende Training/Spiel zu konzentrieren und nicht zu viel drüber nachzudenken was wäre wenn… . Hart arbeiten und an sich glauben ist nie ein Fehler und mal schauen was die Saison so bringt!

 


Weil du in Schweden spielst, kannst du neutraler auf die Erste Bank Eishockey Liga blicken. Wie schätzt du die Liga im europäischen Vergleich ein?


Die EBEL nimmt meiner Meinung nach an Niveau zu und passt sich mehr und mehr dem modernen Hockey an. Es ist sicher nicht einer der schnelleren Ligen in Europa dafür körperlich ganz gut.

 


Kommen wir zum Abschluss. Wo würdest du dich in der Saison 2019/2020 sehen? In der SHL, der EBEL oder doch in Übersee?


In der kommenden Saison würde ich mir einen Platz wünschen, wo ich eine erneute Herausforderung habe und mich weiter entwickeln kann aber vor allem auf eine gute Saison zurückblicken darf.

 

 


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