Kitzbüheler Adler auf neuen Wegen

(AHL/Alps Hockey League) Die Kitzbüheler Adler starten mit einer neuen Clubführung in die zweite Saison der Alps Hockey League: Seit 01.06.2017 hat Volker Zeh, Geschäftsführer und Unternehmensgründer der Zehcon GmbH, das Zepter bei den Gamsstädtern in der Hand. Mutig und ambitioniert möchte Zeh den Adlern, die zuletzt maximal Mitläufer in der Liga waren, neues Leben einhauchen und in Kitzbühel neue Wege gehen. Der 52-jährige Schwabe stellte sich vor dem Trainingsauftakt am Mittwoch den Fragen von eishockeyonline.at-Redakteur Christoph Schneider.

 

volkerzeh

 

(Bild/ Kitzbüheler Adler)

 

Guten Tag, Herr Zeh, seit 01.06. bekleiden Sie das Amt des Präsidenten beim EC Kitzbühel. Erzählen Sie uns kurz wie es dazukam und was Ihre Beweggründe dafür waren sich im Sport, noch dazu im Eishockey und in Kitzbühel bei den Adlern zu engagieren?

 

Volker Zeh: Ich bin schon seit vielen Jahren im Sport tätig und habe in der Vergangenheit vor allem sehr viel im Bereich des Motorsports getan. Da habe ich beispielsweise im Management von Martin Winkelhock in der DTM gearbeitet. Davor war ich aber auch schon im Fußball tätig und habe Spieler vom VfB Stuttgart unterstützt. Für Sport bin ich einfach zu begeistern und ich denke, dass ich für die Aufgaben und Problemstellungen schon ein Gespür und Verständis habe.

Nun bin ich mit meinem Unternehmen schon dreieinhalb Jahre in Kitzbühel und die alte Vorstandschaft war auf mich zugekommen, ob ich mich einbringen möchte. Der Club sucht gerade Verbindungen in die Wirtschaft und da habe ich mir der Aufgabe doch sehr gerne angenommen. Ich denke, dass ich für die Adler, gerade im Hinblick auf neue Sponsoren, gute Arbeit leisten kann, dazu aber auch den Blick aufs Sportliche habe.

 

Gegenüber dem Tiroler Tagblatt haben Sie nach der Jahreshauptversammlung erwähnt, dass "Kitzbühel in drei bis vir Jahren in der EBEL spielen soll". Wie möchten Sie das erreichen, zuletzt hatte man ja laut Medienberichten mit 450.000,00 €  noch einen eher geringen Etat und solche Dinge noch nicht in den Mund genommen?

 

Volker Zeh: Natürlich klingt so ein ausgegebenes Ziel vielleicht erstmal zu sehr ambitioniert, aber letztlich muss man den Leuten doch Ziele vorgeben. Wie soll man denn Leute in die Halle und neue Sponsoren für den Verein gewinnen, wenn man keine Vorstellungen für die Zukunft hat oder sich mit einem Mittelfeldplatz in der AlpsHL zufrieden geben würde? Das wäre nicht mein Anspruch und auch nicht der richtige Weg für den Club.

Von der Sponsorenfront kann ich sagen, dass wir alle bestehenden Sponsoren gehalten haben. Zwei, drei Unternehmen, darunter die Firma Händlmaier, haben wir noch dazugewonnen, sodass wir den Etat von 450.000,00 € in diesem Jahr sicher übersteigen werden. Dieses Jahr wollen wir uns dann für die Playoffs qualifizieren und uns dann aber Jahr für Jahr nach oben orientieren. Daneben ist es mir aber noch ein großes Anliegen im Jugendbereich ein paar Investitionen zu tätigen, da betreuen wir ja etliche Kinder, die das Fundament des Clubs sein sollen.

 

Mit 463 Zuschauern im Schnitt war das Interesse an den Spielen der Adler ja bisher auch noch nicht so riesig. Was beabsichtigen Sie hier, um eine Verbesserung herbeizuführen?

 

Volker Zeh: Da gebe ich Ihnen Recht. Das ist noch ein Problem, was wir aber gezielt angehen werden. Wir müssen da einfach als Club aktiver auf die Menschen zugehen. Wir haben ja in Kitzbühel eigentlich ein sehr gutes Potenzial: Hier leben Einheimische, Fremde, Wochenendler, alte Menschen, junge Menschen, dazu haben wir gerade ab Dezember ein Menge Urlauber hier. Wenn man diese Kundenkreise individualisiert ansppricht und Pakte schnürt, werden wir im Sportpark sicher mehr Zuschauer begrüßen dürfen. Wir werden da sichtbarer werden. Mit der Teamvorstellung im Kempinski Hotel und dem großen Jugendtag am 26.08., zu dem auch Jahrhunderteishockeyspieler Erich Kühnhackl und Michaela Gerg anwesend sein werden, haben wir die ersten Aktionen schon geplant. Am Jugendtag werden wir die Saison offiziell eröffnen, da kann ich nur jedem raten nach Kitzbühel zu kommen. Wir werden ein tolles Rahmenprogramm organisieren und am Abend sind alle bei freiem Eintritt zum Testspiel gegen Deggendorf eingeladen. Das wird einen Vorgeschmack auf die Saison geben.

 

Zum Sportlichen: Inwiefern sind Sie als Clubpräsident hier eingespannt und wo sehen Sie hier Ihre Aufgaben und Kompetenzen?

 

Volker Zeh: Grundsätzlich werde ich mich da unter der Saison eher raushalten, denn mit Vizepräsident Michael Widmoser und Coach Joe West haben wir in dem Bereich zwei sehr gute Leute. Allerdings ist es sicher nicht so, dass ich nur der Wirtschaftsboss im Verein bin, sondern durch meinen sportlichen Sachverstand, über den ich zweifelsfrei verfüge, kann ich schon an der einen oder anderen Stelle einhaken. In guten Zeiten werde ich den Trainer in der Kabine nach den Spielen loben, in schlechten Zeiten darf er sich aber dann von mir auch schon Mal was anhören. Das gehört zu meinem Job eben dazu.

 

Wo sehen Sie die Adler in dieser Saison am Ende stehen?


Volker Zeh: Wir haben auf dem Papier eine vielversprechende Mannschaft. Es sind zwar nicht unbedingt die großen Namen, aber durch die jetzt engere Kooperation mit den Haien Innsbruck haben wir Qualität dazugewonnen. Dazu ist die Mannschaft sehr jung und deshalb gehe ich davon aus, dass sie auch hungrig ist. Deshalb denke ich, dass wir in diesem Jahr die Play-offs erreichen werden. Ich freue mich auf jeden Fall auf die neue Saison und hoffe, dass der ein oder andere Eishockeyfan aus der Region, der uns bisher noch nicht so auf dem Schirm hatte, mal zu den Heimspielen vorbeischaut. Da werden wir den Zuschauern einiges bieten und das wird sich künftig auch sicher lohnen.

 

 

 

 

 

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