Andreas Kristler: "Linz ist eine tolle Stadt und wir haben eine super Mannschaft".

 

(EBEL/EHC LIWEST Black Wings Linz) V.H: Eishockeyonline.at Redakteurin Viktoria Hackl hat sich mit dem zurzeit noch verletzten Andreas Kristler getroffen. Der Stürmer sprach dabei über seine Gründe, die den Wechsel zu den LIWEST Black Wings veranlassten und sein geplantes Comeback am Eis.

 

Andreas Kristler (*30. August 1990, Lienz) war einer der größten Nachwuchstalente im österreichischen Eishockeysport. Nachdem er nun sechs Jahr beim EC Red Bull Salzburg unter Vertrag stand, entschied er sich in die Stahlstadt Linz zu den LIWEST Black Wings zu wechseln um dort nach seinem Kreuzbandriss hoffentlich wieder bald am Eis stehen zu können.

 

Kristler Interview

Andreas Kristler (rechts) und eishockeyonline.at Redakteurin Viktoria Hackl beim Interview in der KSA Linz - (Foto: eishockeyonline.at)

 


 

 

Andi, Du hast sechs Jahre bei den Bullen gespielt und dabei mehrmals den Titel in der EBEL geholt. Nun schien es im Sommer so, als hättest Du unter Greg Poss keinen Platz mehr im Team gehabt. Trug das zum Wechsel nach Linz bei?


Andreas Kristler: Ja, natürlich. Salzburg wollte mit einem Vertrag länger warten woraufhin ich mich mit Christian Perthaler, dem Manager der LIWEST Black Wings Linz, in Verbindung gesetzt habe. Es war auf jeden Fall mein Wunsch hierher zu kommen und Ich bin sehr froh, dass es am Ende dann geklappt hat.

 

 

Du hast mittlerweile einige Einheiten am Eis absolviert. Wie hast Du Dich gefühlt und wann feierst Du bei den Black Wings dein Comeback?


Andreas Kristler: Ja, ich bin nun seit circa drei Wochen am Eis, wobei es zu Beginn ein eher lockeres Eistraining war. Mittlerweile kann ich schon einige Übungen gemeinsam mit der Mannschaft machen. Allerdings trage ich noch ein anderes T-Shirt, um von den anderen Spielern noch nicht übersehen zu werden. Es wird von Woche zu Woche besser und ich fühle mich körperlich so gut, wie noch nie zuvor in meiner Karriere. Ich hatte viel Zeit an mir selbst zu arbeiten und muss mich nun am Eis wieder langsam herantasten und nicht zu schnell an die Sache herangehen.

 

 

Hast Du Dich in Linz und im Team schon eingelebt?


Andreas Kristler: Auf jeden Fall. Linz ist eine tolle Stadt und wir haben eine super Mannschaft, in der das Klima in der Kabine immer sehr gut ist. Wir haben viel Spaß, jedoch wissen wir alle, zu welchem Zeitpunkt der Spaß beiseitegelassen und hart gearbeitet werden muss. Am Eis sind die Spieler alle sehr konzentriert und das System am Eis funktioniert langsam richtig gut.

 

 

Du kennst den neuen Trainer mittlerweile genauso „gut“, wie die Spieler, die schon länger in Linz sind. Wie ist es Dir mit ihm bis jetzt ergangen? Denkst Du, dass die Saison mit ihm gut funktionieren wird?


Andreas Kristler: Er ist sehr detailliert und perfekt organisiert. Er bringt einen gewissen Witz mit, will aber auch aus jedem Spieler das beste herausholen und und sucht oftmals das Einzelgespräch mit uns Spielern.

 

 

Das erste Aufeinandertreffen mit Deinen alten Kollegen wird sicherlich etwas Besonderes. Schon aufgeregt?

 

Andreas Kristler: Wenn man sechs Jahre bei einem Verein gespielt hat und viele sehr gut kennt, ist das sicherlich ein komisches Gefühl aber bis dahin liegt noch viel harte Arbeit vor mir. Es wird mit Sicherheit ein schönes Spiel für mich. Momentan freue ich mich einfach einmal, wenn ich wieder am Eis stehen kann, egal gegen welche Mannschaft!

 

 

Wie lauten Deine Stärken und Schwächen im Eishockey?

 

Andreas Kristler: Ich denke es gibt viele Stärken aber auch Schwächen, deshalb gebe ich jeden Tag mein Bestes und versuche mich täglich zu verbessern. Ich glaube das ist meine größte Stärke.


Eine meiner Schwächen ist, dass mir ab und zu die Coolness fehlt, und ich verliere in manchen Situationen die Geduld. Dann sollte ich ruhiger bleiben können und mich nicht vom eigenen Spiel durch andere Spieler ablenken lassen.

 

 

Gleich mehrere Vereine interessierten sich für Andi Kristler. Was war der ausschlaggebende Punkt, dass Du hier gelandet bist?

 

Andreas Kristler: Linz ist eine richtige Eishockeystadt mit großen Zielen und wir haben eine spitzen Mannschaft, mit der alles möglich ist. Außerdem passt das Umfeld hier gut, ich fühle mich wohl und bin sehr froh diese Entscheidung getroffen zu haben. Natürlich bin ich auch Linz sehr dankbar, da ich die Chance erhalten habe, mich neu beweisen zu dürfen.

 

 

Du galtst als absolutes Nachwuchstalent Österreichs. Übt/e diese Bezeichnung einen gewissen Druck auf Dich aus?

 

Andreas Kristler: Nein, überhaupt nicht. Ich liebe Eishockey und freue mich jeden Tag dieses Spiel spielen zu dürfen!

 

 

Wie sieht eine typische Trainingswoche bei Andreas Kristler aus?

 

Andreas Kristler: Zurzeit ein bisschen anders, als bei den restlichen Spielern: Bei mir stehen täglich zwei Trainings am Programm und ich verbringe sehr viele einsame Stunden in der Kraftkammer, da ich meistens alleine bin. Aber es dauert nicht mehr lange, bis ich wieder mit der Mannschaft mittrainieren und in das Spielgeschehen einsteigen darf. 

 

 

Wie bereitest Du Dich persönlich auf ein Match vor? Gibt es da besondere Rituale?

 

 Andreas Kristler: Nein, überhaupt nicht. Ich versuche locker zu bleiben und nicht zu viel über das Spiel nachzudenken. Vor dem Warm-Up am Eis gehe ich meistens laufen und mache ein paar Liegestütze!

 

 

Einer Deiner Teamkollegen (Mike Ouzas) ist als Hobby-DJ tätig. Tritt er in die Fußstapfen von David Guetta?

 

Andreas Kristler: (lacht) Es ist schwer den Musikgeschmack von zwanzig Spielern zu treffen, aber ich finde, dass er einen guten Job macht. Er weiß jedoch, was die Spieler brauchen.

 

 

5 Kurzfragen an Andi Kristler

 

 

Wie verlief bei dir die Sommerpause? Training, Training und nochmal Training!


Wie hast Du dich im Sommer auf Trap gehalten mit der Verletzung? Nach der Verletzung lernte ich zuerst langsam im Wasser wieder gehen. Danach tastete ich mich langsam mit den Physiotherapeuten an die weiteren Schritte heran. An dieser Stelle muss ich mich wirklich bei Salzburg für die ganze Unterstützung bedanken.

 

 

Wie zufrieden bist Du mit dem Heilvorgang? Ich bin sehr zufrieden. Es war natürlich nach der Operation schwierig, da man zu Beginn nicht viel machen kann. Aber man merkt die Fortschritte wirklich von Woche zu Woche, das hilft sehr! Das anstrengendste habe ich nun hinter mir und es gilt für mich nun nur noch den Feinschliff zu machen.

 

 

In Vereinen entstehen bestimmt immer Freundschaften, vor allem, wenn man mehrere Saisonen zusammen in einem Team spielt. Wie sehr fehlen Dir die Jungs aus Salzburg? Mithilfe der heutigen Technik ist es nicht schwierig in Kontakt zu bleiben. Bin dennoch sehr dankbar, dass ich solche netten Leute kennenlernen durfte!

 

 

Worauf freust Du Dich am meisten in der kommenden Saison? Endlich das Linzer Jersey anziehen zu dürfen und vor allem, dass ich wieder am Eis stehen darf. Wenn ich daran denke bekomme ich Gänsehaut.

 


 

Wir bedanken uns recht herzlich bei Andreas Kristler und wünschen Ihm und den Black Wings Linz alles Gute!

 

 

 

Artikel: Viktoria Hackl

 

 

 

 

 

 

 


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