Raphael Herburger: "Die Spühlmaschine war tabu!".

 

(Interview) H.B /RB: Raphael Herburger is back! Der 28-jährige Stürmer gibt uns im Interview persönliche Einblicke zu seiner Verletzung, den harten Weg zurück und warum er jetzt Aufholbedarf im Haushalt hat.

 

Herburger

(Foto: MB Multimedia / Markus Bachofner)

 


 

Die einfachste und gleichzeitig wichtigste Frage zu Beginn: wie geht´s dir?


R.H: Deutlich besser! Im August hatte ich bereits mit dem Team trainiert, allerdings noch ohne Körperkontakt. Im September kam der dann mehr und mehr dazu und jetzt fühle ich mich bereit für die Herausforderungen der Saison 17/18!

 


Kläre uns einmal auf, wie kam es genau zu dem Bandscheibenvorfall?


R.H: Um ehrlich zu sein hatte ich schon eine lange Zeit immer wieder mit Schmerzen zu kämpfen, habe das aber nie richtig checken lassen. Teilweise hatte ich eine Woche lang etwas Schmerzen und dann viele Wochen wieder nicht. In den letzten Playoffs war der Schmerz dann wieder da, doch bis zum dritten Spiel gegen den KAC konnte ich mich noch durchkämpfen.

 


Und was war dann anders als sonst?


R.H: Am Spieltag habe ich schon am Morgen gemerkt, dass etwas nicht stimmt und die Schmerzen ungewöhnlich groß waren. Vor allem habe ich meinen linken Fuß nicht mehr ganz gespürt, insofern war klar, dass es jetzt ernst ist. Das Betreuerteam hat an dem Tag noch alles probiert um mich fit zu machen und ich habe beim Spiel noch aufgewärmt, aber gleich gemerkt, dass da nichts mehr geht und unser Teamarzt hat mich auch schnell vom Eis geholt.

 


Wie ging es dann weiter?


R.H: Am nächsten Tag folgten die genauen Untersuchungen und man hat festgestellt, dass die Bandscheibe auf einen Nerv drückt und das war die Ursache für das fehlende Gefühl im Bein.

 


Hattest du mit dieser Diagnose schon insgeheim gerechnet?


R.H: Es war schon ein Schock, denn man hofft natürlich immer, dass es nicht so schlimm ist. Auch bei einem Bandscheibenvorfall kann man mit Physiotherapie etc. gut auskommen, aber bei mir war es ein schwerer Fall und ich konnte meinem Team nicht mehr helfen. Das hat mich am meisten fertig gemacht, denn Playoffs will natürlich jeder spielen und Schmerzen gehören da bis zu einem gewissen Grad dazu, aber leider war da bei mir nichts mehr machbar in dem Moment. Bitter war vor allem, dass wir ja mehrere Ausfälle hatten und das wirkte sich – wie bekannt – nicht gerade positiv auf die Serie aus.

 


Du wurdest schließlich Ende März operiert, wie ging es dann für dich weiter?


R.H: Zuerst hatten wir noch eine Woche probiert, ob es ohne OP geht, aber das hatte sich schnell erledigt. Die OP war dann die beste Möglichkeit für die schnellst Genesung. Im Krankenhaus war ich ca. fünf Tage, danach musste ich fast drei Wochen darauf schauen, jegliche Anstrengung weitestgehend zu vermeiden. Bis auf kurze Spaziergänge war also nicht viel drin. Andi Kristler war zur gleichen Zeit ja wegen seinem Knie out of order und das Positive daran war, dass wir uns gegenseitig pushen konnten und das hat uns beiden geholfen.

 

 

Danach lief dann die Reha voll an?


R.H: Ja ich wurde wirklich super betreut, das ist hier in Salzburg wirklich spitze! Die Physios waren auch mental eine große Stütze für mich und immer für mich da. Das war auch wichtig, denn als das Team wieder mit dem Training begann war das für mich schon ziemlich hart, denn man hat selbst schnell das Gefühl, dass man die Jungs im Stich lässt.

 


Wie ging es eigentlich deiner Freundin und deiner Hündin Maya mit der Situation?


R.H: Maya war froh, dass ich viel daheim war. Gleichzeitig war sie aber auch irritiert, dass ich bei Spaziergängen mit ihr nicht mehr mithalten konnte. Meine Freundin war wie gewohnt super – ich konnte die ersten Wochen ja nicht einmal den Geschirrspüler ausräumen - da habe ich jetzt also sehr viel nachzuholen (grinst).

 


Von der Vergangenheit in die Gegenwart: was haben die Fans von dir nun zu erwarten?


R.H: Mein Ziel bei Verletzungen ist es immer, stärker zurück zu kommen und so fühle ich mich jetzt auch. Ich werde weiterhin Vollgas geben, habe aber auch gelernt, noch besser auf meinen Körper zu hören. Das soll den Fans und mir noch ein paar schöne und erfolgreiche Eishockeyjahre sichern und wir alle sind diese Saison selbstverständlich hungrig auf den Titel!

 


 

Interview: Harald Bründlinger / RedBulls

 

 

 

 

 


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