Rob Pallin: "Unser Weg ist der richtige!".

 

(Interview) PM: Standing Ovations und viele neue Fans gewonnen – die dramatische 3:5-Niederlage in Spiel sechs und das gleichbedeutende Aus in der Viertelfinalserie gegen die Vienna Capitals hatte viele weinende, aber auch einige lachende Augen parat.

 

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(Foto: Bernd Stefan / eishockeyonline.at)

 


 

Nach vielen Jahren herrscht rund um die Innsbrucker Haie und das Team von Coach Rob Pallin endlich wieder eine wahre Euphorie, die Tiroler Landeshauptstadt hat sich auf der Eishockey-Landkarte etabliert. Erfolgstrainer Rob Pallin lässt nach einigen Tagen der Ruhe die bewegende und erfolgreichste Saison seit dem Wiederaufstieg noch einmal Revue passieren.

 

 



 

Rob, es sind nun einige Tage vergangen, hast du den beschriebenen „schnellen Tod“ und das aus in Spiel sechs gegen die Capitals schon verdaut?

 

Naja, es wird besser, aber ich habe schon betont, dass ich es noch immer nicht ganz realisiert habe. Wir waren unglaublich knapp dran, wir haben den Meister bis an den Rand eines Ausscheidens gebracht. Ich glaube auch, dass wir es schaffen hätten können. Das ist auf der einen Seite bitter, aber gibt mir auch Zuversicht, dass wir mit allen mithalten können. Unser Weg ist der richtige.

 

 

Dieser besagte Weg hat den Haien in Spiel sechs einen Rekordbesuch beschert. In den vergangenen 14 Jahren waren nie mehr Zuschauer zu einem Spiel der Haie gekommen. Macht dich das stolz?

 

Natürlich macht es mich stolz und bestätigt unseren Weg. Es ist der Lohn der harten Arbeit und der Entwicklung eines ganzen Vereins. Aber es geht hier nicht um mich. Es geht um eine ganze Stadt und den Sport. Der „Credit“ gebührt in erster Linie den Spielern, sie haben große Dinge vollbracht und eine Euphorie ausgelöst. Ich glaube das Team hat Herzen und neue Fans gewonnen. Und nur um das geht es.

Dennoch hast auch du einen bedeutenden Teil dazu beigetragen…Ich versuche immer mein Bestes. Ich habe viel Arbeit und Zeit in Scouting investiert und ich bin froh, dass alles so gut geklappt hat. Die Garantie hat man ja nie.

 

 

Umso schöner sind dann Szenen wie gegen Wien. Die Atmosphäre war einzigartig oder?

 

Es war Gänsehaut. Ich hätte mir nicht gedacht, dass in Innsbruck diese Stimmung möglich ist. Das macht den Sport so toll und gibt dem Verein die nötige Motivation für die kommenden Jahre. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Fans und Zuschauern bedanken. Es war eine magische Nacht.

 

 

Alles in allem war es die beste Saison der Haie seit dem Wiederaufstieg. Wie würdest du dein zweites Jahr zusammenfassen?

 

So kurz nach dem Aus fällt das nicht ganz einfach, aber wir haben uns wieder verbessert und uns vor allem Defensiv enorm gesteigert. Auch die Tiroler Spieler haben einen großen Schritt gemacht und sich stark entwickelt. Natürlich gilt es hier nun weiter zu arbeiten und nächstes Jahr noch einmal draufzulegen. Doch die Entwicklung ist gut. Wir werden dadurch auch tiefer besetzt sein.


Schade war natürlich, dass wir den angestrebten vierten Platz nicht erreicht haben, das hat uns sicher ein Weiterkommen vermasselt. Aber wir dürfen eben auch nicht unzufrieden sein.

 

 

Rein sportlich wirft die neue Saison die Schatten schon voraus. Die Planungen laufen schon?

 

Natürlich. Wir haben uns intern besprochen wie wir in der kommenden Saison auftreten wollen und welche Personalien uns hier weiterhelfen können. Natürlich wollen wir den Stamm, die Identität der Mannschaft so gut als möglich zusammenhalten. Daran arbeiten wir derzeit, es gibt viele Gespräche mit den Jungs. Natürlich müssen wir uns immer in einem Rahmen bewegen und hier gilt es dann zu sondieren. Ich glaube aber, dass alle gute Arbeit geleistet haben und noch immer leisten. Ich bin sehr guter Dinge, dass wir zum einen einige Spieler halten können und zum anderen auch wieder eine gute Rolle spielen werden im kommenden Jahr.

 

 

Wo kann die Reise denn hingehen? Wieviel ist möglich?

 

Ehrlich gesagt ist alles möglich. Deswegen spielen wir Eishockey und deswegen wird man Profi. Man will immer das bestmögliche erreichen. Das Ziel sollte sein noch einmal einen weiteren Schritt zu machen. Natürlich ist das kein Selbstläufer, aber in den vergangenen zwei Jahren hat sich viel Positives rund um den Verein entwickelt. Wir arbeiten sehr gut zusammen. Hier gebührt der Dank auch allen helfenden Händen im Verein.

 


Wie weit ist man mit der Spielerplanung konkret?

 

Wie schon gesagt, wir arbeiten alle sehr akribisch dran. Es gibt schon einige gute Signale. Ich bin mir sicher, dass wir in der kommenden Saison eine ganz heiße Haie-Mannschaft sehen werden.

 


Wie schauen für dich persönlich die kommenden Wochen aus?

 

Ich werde mich weiter mit dem Verein und der kommenden Saison befassen. Ich bleibe bis Anfang Mai in Innsbruck und werde viele Gespräche führen. Natürlich werde ich mir in den diversen Ligen einige Spiele anschauen.

 

 

 

 

 

 


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