Abstieg! Ein Rückblick auf die Eishockey WM

 

Die IIHF Weltmeisterschaft 2019 in der Slowakei ist Geschichte. In einem spannenden Finale konnte sich Finnland gegen Kanada zum neuen Champion krönen. Für die österreichische Auswahl hingegen verlief das Turnier eher weniger erfreulich. Letztlich verlor die Mannschaft von Trainer Roger Bader alle WM-Spiele und muss nach dem letzten Platz den Abstieg in die Division IA antreten. Wir schauen wie es dazu kommen konnte und wie es für die Auswahl weitergeht.

 

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(Foto: Carola Fabrizia Semino)

 

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Der Start in der Gruppe B


Die Einteilung in zwei Gruppen wurde vor der WM auf Basis der aktuellen IIHF-Weltrangliste durchgeführt. Dementsprechend bekam es Österreich in der Gruppe B als 17. unter anderem mit den Weltranglistenzweiten- und dritten Schweden bzw. Russland zu tun. Die Gruppe B spielte ihre Vorrundenspiele in Bratislava, während Gruppe A zunächst in Kosice antrat. Sport1 hat alle wichtigen Infos zur WM zusammengetragen. Für unsere Auswahl ging es zum Auftakt gegen Lettland. Zwar konnte man das Spiel zunächst ausgeglichen gestalten und ging durch den Treffer von Michael Raffl sogar in Führung. Doch das letzte Drittel ging klar an Lettland, die letztlich mit 5:2 gewannen.


Herbe Klatschen gegen die Favoriten


Im folgenden Spiel stand mit Russland einer der Topfavoriten im Turnier auf dem Programm. So war es keine Überraschung, dass man auch hier ohne Punkte aus dem Spiel hervorging. Mit 5:0 fuhr die Sbornaja einen klaren Sieg ein. Zwar musste Russland im Halbfinale die Segel gegen Finnland streichen, doch bei Mr Green gelten sie, neben Kanada, mit einer Quote von 4,00 (Stand 6.6.) auch für die kommende WM als einer der großen Favoriten. Um so richtig in WM-Stimmung zu kommen, kann man bei besagtem Sportwettenanbieter jede Woche eine 10 € Gratiswette abstauben und den Adrenalinspiegel damit schon mal langsam hochkurbeln.  


Nur zwei Tage später mussten Michael Raffl und Co. gegen den Nachbarn und Vizeweltmeister Schweiz ran. Zwar verkauften sich die Österreicher in der Abwehrschlacht wacker, verloren dann doch noch mit 4:0. Somit blieb die Auswahl auch im zweiten Spiel in Folge ohne eigenen Treffer. Dieser gelang zwar im vierten Spiel gegen Schweden, doch andererseits fing man sich neun Treffer ein und hatte bei der herben Klatsche nichts zu melden. Bereits nach 15 Minuten führten die Schweden bei dem Debakel mit 5:0. Nach dem Spiel zeigte sich Trainer Bader konsterniert: „Das war ein absolut normales Spiel, eine normale Niederlage gegen eine solche Mannschaft. Der Gegner ist zwei Klassen besser, nicht eine Klasse. Jeder ihrer Spieler ist ein Weltklassespieler, der in den ersten zwei Blöcken in der NHL spielt.“, so der Trainer gegenüber SPOX.

 

 

 
 
 
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Schlüsselspiele gehen verloren


Nachdem man gegen die Favoriten nicht gerade gut aussah, standen für Österreich von nun an nur noch Schlüsselspiele gegen den Abstieg in die IA Division an. Gegen Norwegen sollte das erste dieser Art stattfinden. In der ausgeglichenen Partie sorgte schließlich die Chancenverwertung für den Unterschied. Mit 3:5 mussten sich die Österreicher geschlagen geben. Da Italien allerdings eine ähnlich schwache WM spielte war noch nicht alles verloren, auch wenn gegen Tschechien noch einmal eine herbe 8:0 Enttäuschung auf dem Programm stand. So kam es, dass am letzten Spieltag der Vorrunde das direkte Duell um den Abstieg zwischen Österreich und Italien anstand. In einem Penaltythriller erster Güte entschieden die Italiener das Match mit 5:6 für sich.

 

 



Zwar ist die Bilanz der österreichischen Nationalmannschaft ohne Sieg ziemlich ernüchternd, dennoch kann die gesamte WM als Erfolg gewertet werden. Mit fast einer halben Millionen Zuschauern wurden die Erwartungen der Veranstalter übertroffen. Auch wenn Österreich nächste Jahr nicht dabei sein wird, darf man sich auf die IIHF Eishockey WM 2020 in der Schweiz freuen.

 

 

 

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