EBEL - KAC stolpert in Ungarn.

 

(FAVKAC) Klagenfurt stolpert erneut in Szekesfehervar.

 

 

FAV KAV PIC EBEL Jan20

 

(Foto: A.Soos)

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Zum 4. Saisonduell trafen die Teufel und der KAC in der „Tiefkühlarena“ in Szekesfehervar aufeinander. Die letzten beiden Spiele gewannen die Ungarn jeweils mit einem Tor Unterschied (3:2 zu Hause, am 22.12.19 2:1 in Klagenfurt), das Saisoneröffnungspiel am 13.09.19 gewann der KAC mit 5:0. Für kaum ein EBEL Team passt das vielzitierte „jeder kann jeden schlagen“ diese Saison so sehr wie für AVS: Gegen die 3 Topteams RBS, VIC und KAC 5 von 10 Spielen gewonnen, gegen die beiden Nachzügler aus dem Westen 3 von 8 Spielen verloren. Die Järvenpää Truppe in einer schlechten Phase: 6 der letzten 7 Spiele verloren, auch 3 der letzten 4 Heimspiele verloren, am Sonntag das schmerzliche 1:3 gegen Dornbirn. Der Rekordmeister mit 3 Siegen aus den letzten 4 Spielen, doch aufgepasst: seit 8 Spielen gelangen nur einmal mehr als 3 Tore, zuletzt im Heimspiel gegen Znojmo.

 

Die Personalien: Die Heimischen mit dem 35 jährigen Neuzugang aus Finnland Kalle Kaijomaa in einer Abwehrformation mit Dylan Busenius. Er ist der 14. Suomi Crack in Fehervar seit EBEL Einstieg 2007/08 (unvergessen die Goalielegende Tommi Satosaari), dazu die beiden Headcoaches Jarmo Tolvanen und Hannu Järvenpää. Weiter out die beiden Verteidiger Jonathan Harty und Daniel Szabo (beide Gehirnerschütterungen) sowie auch Michael Caruso, der sonntags gegen Dornbirn mit einer Knieverletzung ausscheiden musste. Järvenpää hatte damit wieder 6 Verteidiger und 4 Sturmlinien zur Verfügung. Die Klagenfurter weiter ohne die Stars Lars Haugen und Nick Petersen, Haugen fehlte zum 12. mal, Petersen schon zum 13. mal. Der als fraglich angegebene Clemens Unterweger stand zwar im Lineup, bekam aber nur 5 min Eiszeit in Drittel 1, ab dem Mittelabschnitt bildete Steven Strong mit Petter Hansson das 3. Abwehrpaar. Siim Liivik in seinem 100. EBEL Spiel wieder als Center in Linie 4 mit den Geier Twins (Manuel im PP an der Seite von Thomas Koch).

 

Die Teams begannen, als würden sie die Eiseskälte in der Halle nicht akzeptieren: Schon nach 9 Sekunden verpasste Krisztian Szabo einen Abpraller, die nächste Offensivaktion der Teufel war schon von Erfolg gekrönt: Scheibengewinn des jungen Bence Szabo im Angriffsdrittel, Rückpass auf Scott Timmins, der aus dem Slot trocken einnetzte. Keine Chance für David Madlener, der nach 174.44 min wieder bezwungen wurde. Seine persönliche Bestmarke von 221.44 Minuten ohne Gegentor hat damit weiter Bestand. Der KAC kam in der Folge zwar besser ins Spiel, konnte aber kaum gefährliche Abschlüsse kreieren (beste Chance durch Manuel Geier). In min 13 nützten die Teufel ihre 1. PP Chance: Strafe gegen Andrew Kozek, Andrew Yogan nach Assist von Sarauer mit einem One-Timer vom Bullypunkt zum 2:0. Dieses Goal beendete eine weitere tolle KAC Serie: Erstmals seit 7 Spielen erhielt man wieder ein PP Gegentor. Zuletzt gegen wen? Richtig geraten: am 22.12.19 gegen Fehervar, damals Torschütze Sarauer auf Assist von Yogan. Letzter Höhepunkt im Startdrittel: Tumult vor Kornakker, nach fast 6 minütiger Videokontrolle entschieden die Refs auf „no goal“. Ausgegliches Spiel, erst zum 3. mal in dieser Saison erzielen die Teufel mehr als 1 Tor in Periode 1.

 

Bisweilen drückende Überlegenheit der Gäste in Drittel 2. Besonders die Topscorerlinie Ganahl – Hundertpfund – Bischofberger sorgte für permanente Gefahr. Knifflige Situation zu Beginn: Hooking Strafe gegen Yogan, die Klagenfurter reklamieren nicht zu Unrecht penalty-shot, das PP bringt nichts ein. Glücklich, aber verdient der Anschlusstreffer exakt zur Hälfte des Spiels. Die Scheibe prallte genau Manuel Ganahl auf den Schläger, der allein vor Kornakker gekonnt abschloss. Bald darauf der Ausgleich: Strafe gegen Akos Mihaly, 8 Sekunden vor Ende der Strafe hämmerte Goalgetter Andrew Kozek den Puck nach Pass von Thomas Koch ins Netz. Das Spiel schien zu kippen, mit viel Mühe brachten die Teufel das Remis in die Kabine, einen Fight zwischen Felix Girard und Lukas Haudum endeten die Refs mit jeweils 5 min Strafen, für beide der erste diese Saison. Schussverhältnis im Mittelabschnitt: 1:17!

 

Wenig Höhepunkte in der Anfangsphase der Schlussperiode. In min 50 wieder die Hundertpfund Linie im Angriffsdrittel, ein Scheibenverlust führte zu einem turnover, den die Heimischen dann perfekt nutzten: Csanad Erdely führte den Puck bis ins Angriffsdrittel, blickte schon zu Andrew Sarauer, punktgenaues Abspiel, Sarauer allein vor Madlener eiskalt zum 3:2 (schon sein 9. Tor vs. KAC). In solchen Situationen ist Sarauer wirklich grandios, das kann er wie wenige in der Liga! 2 Minuten später hätte er schon für die Vorentscheidung sorgen können, vergab aber in Unterzahl im Alleingang (wäre sein 10. SH Goal gewesen). Der KAC tat sich schwer, konkrete Chancen zu erarbeiten, die Zeit lief für Fehervar. Eineinhalb Minuten vor Schluss holte Matikainen Goalie Madlener runter, Manuel Ganahl mit seinem 7. Torschuss hatte noch den Ausgleich am Schläger, Kornakker rettete mit einem Fanghandschuh-big save. Den letzten – allerdings nicht gefährlichen – Abschlussversuch hatte Hundertpfund, auch der endete beim Backup-Goalie.

 

Natürlich hatte der KAC mehr vom Spiel, trotzdem muss man Fehervar für einen konsequent befolgten gameplan Lob zollen. Schön langsam entwickeln sich die Teufel zum Angstgegner des Rekordmeisters: 8 der letzten 10 Spiele endeten mit Siegen des Aussenseiters. Ein Wort zu Kaijomaa: Er tat sich sehr schwer, ist sicher nicht der Beweglichste, kam allerdings erst gestern an. Verständlich, dass ihn Järvenpää sofort einsetzte, auf Grund der Tabellensituation hatte Fehervar sowieso nichts zu verlieren.
Der KAC mit 9 Punkten Rückstand auf die Capitals wohl ohne Chance auf Platz 2, es gilt vorrangig, Platz 3 und damit 1 Bonuspunkt zu sichern.

 

 

JW

 

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