Daniel Wachter: "Ich habe mir nur gedacht: "Bitte schieß jetzt nicht vorbei!".

(Interview) MF: Daniel Wachter schnürt seine Skates seit dem Sommer für den HC Innsbruck in der EBEL. Der ehemalige Akademie-Spieler aus Salzburg schnupperte bereits in den vergangenen 2 Spielzeiten mit den Red Bulls EBEL Luft und greift nun in seiner ersten vollständigen Bundesliga-Saison an. Vor wenigen Tagen erzielte der junge Villacher seinen ersten Treffer in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL). Eishockeyonline.at Redakteur Mathias Funk hat sich mit dem Stürmer zum Interview getroffen.

 

Daniel Wachter

(Foto: Bernd Stefan)

 


 

Du bist im Sommer von Salzburg nach Innsbruck gewechselt. Was waren deine Gründe für den Transfer zu den Haien?

 

Wachter: Der Grund für den Wechsel war eigentlich, dass ich mich in meinem Spiel weiter entwickeln wollte und auf einem höheren Niveau spielen kann..

 

 

..Also hat man dir bei den Bullen keine EBEL Einsätze zugesichert?

 

Wachter: ...Naja, in Salzburg ist der Kader immer dicht besetzt, und so sind wir zum beidseitigen Entschluss gekommen, dass ich mehr Eiszeit bei einem anderen EBEL Verein bekommen soll. Dann ist glücklicherweise Innsbruck auf mich zugekommen und hat mir eine Chance gegeben.

 

 

Beim HCI verlief der Saisonstart weniger optimal. In Linz konntet ihr nun aber den 2. Auswärtssieg in Folge feiern. Geht's jetzt bergauf?

 

Wachter: Den Saisonstart hatten wir uns sicher anders vorgestellt. Leider haben wir oft die Führung zu leicht aus der Hand gegeben und so wichtige Punkte liegen gelassen. Aber wir wollen von Tag zu Tag immer besser werden und es ist schön, zu sehen, dass es sich langsam bezahlt macht jeden Tag hart zu arbeiten. Wir müssen schauen, dass wir auf die beiden Siege jetzt aufbauen.

 


Beim HC Orli Znojmo konntest du dich das erste Mal in die EBEL Torschützenliste eintragen. Was ging dir dabei durch den Kopf?

 

Wachter: Es war ein Moment, den ich in meinem Leben sicher nicht vergessen werde. Meine beiden Mitspieler haben mich schön Freigespielt und dann hatte ich nur noch das leere Tor vor mir. Ich habe mir nur gedacht: "Bitte schieß jetzt nicht vorbei!".

 

 



 

Als gebürtiger Villacher wurdest du in der Red Bull Akademie in Salzburg/Liefering ausgebildet. Wie schätzt du die Ausbildung in der Red Bull Talentschmiede ein? Hebt Sie sich tatsächlich von den üblichen Jugendarbeiten und Einrichtungen ab?

 

Wachter: Ich muss sagen, dass die neue Akademie eine Bereicherung für jeden jungen Sportler ist. Die Trainingsmöglichkeiten, welche man dort findet, sind sicherlich einmalig in ganz Europa. Da bin ich mir sicher! Nur, ob du sie dann nutzt oder nicht, das ist dann deine eigene Entscheidung.

 


Du bist 21- Jahre jung und 1.70 groß. Du zählst als spritziger Stürmer, welcher in der Offensive immer gefährlich auftreten kann. Worin siehst du deine Stärken?

 

Wachter: Meine Stärken sind das Eislaufen und die Übersicht. Durch meine Körpergröße muss ich härter am Eis arbeiten, als andere um präsent sein zu können.

 


Auch dein Vater war als Eishockeyspieler unterwegs. Konntest du von ihm für deine Karriere etwas lernen oder hat sich das Spiel zu sehr verändert?

 

Wachter: Mein Vater war für mich immer mein Mentor. Er hat mir von klein auf Ratschläge gegeben, die ich mir bis Heute immer noch zu Herzen nehme.

 


Innsbruck ist für junge Spieler eine gute Adresse in der EBEL. Kannst du dir vorstellen, länger in Tirol auf dem Eis zu stehen?

 

Wachter: Ich bin froh, dass Innsbruck mir eine faire Chance gegeben hat. Der Trainer arbeitet gerne mit jungen Spielern zusammen und schaut auch oft einmal über den einen oder anderen Fehler hinweg. Ich fühle mich richtig wohl in Innsbruck!

 


Welche persönlichen Ziele verfolgst du?

 

Wachter: Das ist meine erste richtige Saison mit einem Bundesliga Club in der EBEL. Ich möchte beweisen, dass ich in dieser Liga spielen kann.

 


Der HC Innsbruck will im Frühjahr 2019, nachdem zuletzt immer im Viertelfinale Endstation war, mit allen Mitteln in das Halbfinale der EBEL. Wie soll das gelingen und wie wichtig ist dabei die aktuelle Saisonphase?

 

Wachter: Das ist defenitiv unser Zie, dass wir in den Play Offs ins Halbfinale einziehen! Die Saison ist noch lang. Jede Mannschaft hat Höhen und Tiefen. Wir haben das Tief eben am Anfang der Saison gehabt. Das hat uns auf jedenfall wachgerüttelt.

 


Zum Abschluss: Wer macht für dich bis dato den besten Eindruck und von wem hast du dir bislang mehr erwartet?

 

Wachter: Überraschungsmannschaften sind für mich Graz und Dornbirn. Sie spielen beide Momentan sehr gutes und hartes Eishockey. Mehr erwartet hätte ich mir von Znojmo.

 

 

 

 

 

 


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