Lucas Birnbaum: "Um den Sprung zu schaffen, muss man ins Ausland oder nach Salzburg gehen!".

 

(Interview) Einige Jahre durchlief Lucas Birnbaum die Red Bull Akademie in Salzburg. Der 21-Jährige setzte sich stark durch und bekam neben dem Stammplatz in der Alps Hockey League auch Einsätze in der EBEL Kampfmannschaft der Red Bulls. Vor wenigen Wochen unterschrieb der in Bruck an der Mur geborene Verteidiger seinen ersten fixen EBEL Vertrag bei den Vienna Capitals. In der Hauptstadt greift der sympathische Defender nun nach dem großen Wurf. Lucas Birnbaum erwartete Eishockeyonline.at Redakteurin Viktoria Hackl in der Erste Bank Arena in Wien zum Gespräch.

 

 

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(Foto: eishockeyonline.at) Intensives Gespräch! Lucas Birnbaum stand Redakteurin Viktoria Hackl Rede & Antwort!

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Du hast erst vor ein paar Wochen deinen ersten EBEL Vertrag erhalten. Wie kam es dazu?


Birnbaum: In Salzburg habe ich in der Bundesliga nicht viele Chancen bekommen und in Wien gab es viele verletzte Verteidiger. Somit hat es sich ergeben, dass ich während der Saison zu Wien gewechselt habe und hier die Chance bekomme, mich für die EBEL zu beweisen.

 

 

Fiel dir die Umstellung von Red Bull Salzburg zu den Vienna Capitals schwer?


Birnbaum: Salzburg ist ganz anders: die Stadt ist klein, Wien hingegen eine Großstadt. Die sportliche Umstellung selbst war nicht so groß für mich. Die Jungs haben mich im Team sehr gut aufgenommen.

 

 

Hat sich dein Tagesablauf stark verändert?


Birnbaum: Die Trainingszeiten nehmen weiterhin viel Zeit in Anspruch. Meine Freizeit hat sich sehr wohl verändert und ich muss mich in Wien erst zurechtfinden, was noch etwas dauern wird.

 

 

Wie waren deine Jahre in der Red Bull Akadmie?


Birnbaum: Die Zeit in der Red Bull Akademie war unglaublich und hat mich sehr geprägt. An dieser Stelle möchte ich mich sehr herzlich bei Red Bull bedanken, die mich ausgebildet haben. Es war eine sehr schöne Zeit, die ich bestimmt vermissen werde.

 

 

Hast du im Vergleich zur Akademie nun mehr Freiheiten und kannst dir dein Leben außerhalb des Eishockeys individueller gestalten?


Birnbaum: Das ist im Profi Bereich nun so, dass die Trainingszeiten geringer werden und ich selbst mehr machen muss. Profispieler wissen für sich, was sie mehr und was weniger machen müssen und was gut für sie ist. Das war in der Jugend bei Salzburg anders. Da benötigen die Kinder eine gewisse Wegführung von den Trainern.


Wie fühlt es sich an nun gegen Spieler aus seinem ehemaligen Team spielen zu müssen?   


Birnbaum: Dieses Gefühl begleitet mich von klein auf. Ich habe anfangs in Graz gespielt, dann bei Salzburg und auch im Nationalteam. Dabei lernt man extrem viele Leute kennen, gegen die man wieder spielt. Während dem Spiel bemerke ich davon nichts, wer mir gegenübersteht. Aber grundsätzlich ist es ein schönes Gefühl die Spieler wieder zu treffen.

 

 

Viele Spieler aus der Akademie machen jetzt ihre ersten Schritte in die EBEL. Wem traust du den größten „Wurf“ zu?


Birnbaum: Im Farmteam in Salzburg sind extrem viele gute Spieler, besser gesagt es sind alle gute Spieler. Da kann es wirklich jeder schaffen und dabei wünsche ich jedem viel Glück.

 

 

Junge Spieler haben es in Österreich oft schwer in der Bundesliga Fuß zu fassen. Was sind deiner Meinung nach Gründe dafür?


Birnbaum: Einerseits haben die meisten Vereine nicht so ein Farmteam wie Salzburg, Klagenfurt oder Wien. Andererseits wird der Sprung der österreichischen U20 in die Bundesliga immer schwieriger. Dabei spielt das Tempo eine große Rolle. Und um diesen Sprung zu schaffen muss man ins Ausland oder zu Salzburg gehen.

 


Was ist deine Meinung zu dem plötzlichen Tief der Vienna Capitals diesen Herbst?


Birnbaum: Ich war da noch nicht bei Wien und im Sport ist es immer schwer zu sagen was ein Grund dafür ist. Es geht nie linear auf- oder abwärts, sondern schwankt. Aber grundsätzlich kann ich dazu nichts sagen, da ich nicht da war.

 

 

Wie ist dein Verhältnis zum derzeitigen Trainer, Dave Cameron?


Birnbaum: Sehr gut. Er hat mir anfangs klar gemacht, dass ich mich auf die defensive Zone konzentrieren soll und meinen Job dort machen.

 

 

Wäre es dein Wunsch bei deinem Heimatverein, den Grazer 99ers, in der EBEL auflaufen zu dürfen?


Birnbaum: Als Traum würde ich bezeichnen viel spielen zu dürfen und mich dabei wohl zu fühlen. Aber ich kann nicht sagen, dass ich unbedingt bei Graz spielen möchte. Zurzeit fühle ich mich in Wien richtig wohl und in der Zukunft werden wir sehen, wo es für mich hingehen wird. Momentan bin ich froh in Wien zu sein.

 

 

Welches Ziel hast du für das Jahr 2019?


Birnbaum: Ich möchte besser werden und mich in den Kader hineinspielen. Weiters wäre es mein Wunsch, dass alle gesund bleiben.

 



5 Kurzfragen an Lucas Birnbaum

 

Wie gefällt dir die Stadt Wien?  Sehr gut.

Fiel es dir schwer deine Familie und Freunde für deinen jetzigen Vertrag in Wien zu verlassen? Es ist schon schwer, da meine Freundin noch in Salzburg ist. Die Distanz zu meiner Familie hat sich sogar verringert, da ich aus Kapfenberg bin.

Ist man in Wien mit dem Auto oder den Öffis schneller am Ziel? Mit den Öffis.

Was ist dein liebstes ungesundes Essen? Ab und zu McDonalds, aber natürlich nur ganz ganz selten.

Wo siehst du dich in 10 Jahren? Ich weiß es absolut nicht. Hoffentlich noch fit und gesund im Eishockey, wissen kann man das jedoch nie und es bleibt somit ein Wunsch.


 

 

Aus Wien: Viktoria Hackl
 

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