Martin Ulmer: "Villach hat sich am meisten bemüht!".

 

(Interview) Martin Ulmer, der am 26. April 1988 in Dornbirn geboren ist und dort auch seine sportliche Ausbildung im Alter von vier Jahren begann, steht seit heuer beim VSV unter Vertrag. Die acht Jahre zuvor verbrachte er beim HC Red Ice, dem EHC Biel und dem EHC Olten in der Schweiz.

 

 

Ulmer Interview PIC

 

(Foto: VSV) Glänzt bislang auf ganzer Linie! Martin Ulmer im Jersey des EC Panaceo VSV.

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Eine Rückkehr nach acht Jahren in die EBEL – was waren die Gründe dafür?

 

Ulmer: Einer der Hauptgründe war meine Familie. Meine Freundin und Kinder leben mittlerweile in der Nähe von Salzburg und meine ältere Tochter hat nun auch begonnen dort zur Schule zu gehen. Außerdem war es immer mein Plan zurück nach Österreich zu kommen. Ich habe das Land und die Leute vermisst.

 

 

Zu einem Verein, der letzte Saison nicht viel erreicht hat. Wieso?

 

Ulmer: Von all den österreichischen Teams hat Villach sich am meisten um mich bemüht. Sie haben mir auch eine tolle sportliche Perspektive in Aussicht gestellt. Ich darf in den ersten beiden Linien spielen und bekomme im Powerplay viel Eiszeit. Das ist mir einfach wichtig.

 

 

Ist die Heimatstadt Dornbirn nicht in Frage gekommen?

 

Ulmer: Nein, mit denen habe ich gar keinen Kontakt mehr. Da sie sich auch nicht bei mir gemeldet haben, gehe ich davon aus, dass sie kein Interesse hatten.

 

 

Wie begann deine Eishockeykarriere?

 

Ulmer: Begonnen habe ich mit vier Jahren. Wir hatten von Ende Oktober bis Februar einen Eislaufplatz. Mein Vater hat sich immer sehr um mich und meinen Bruder gekümmert und uns gefördert. Im Sommer habe ich Inlinehockey gespielt. Da es in Dornbirn keine Mannschaft für kleine Kinder gab, musste ich bei den achtjährigen trainieren. Mein viel zu großes Trikot hatte deshalb immer einen Knopf, damit es nicht an den Kufen streift. Mit 14 hat mein Papa herausgefunden, dass ich die schweizer Lizenz bekomme, wenn ich vier Jahre bevor ich 18 werde in der Schweiz Eishockey spiele. Somit habe ich einen kleinen Verein nahe der Grenze gesucht und dort gespielt.

 

 

Wo sind die Unterschiede zwischen der EBEL und der Swiss League?

 

Ulmer: Die Schweizer legen bereits im Nachwuchs mehr Wert auf läuferische Fähigkeiten und somit sind in der Liga auch sehr viele gute Läufer. Sie sind nicht umsonst neben den Finnen die besten Eishockeyspieler in Europa, wie sie bei der WM immer wieder zeigen. In Österreich finden mehr Zweikämpfe statt, also es ist hier härter.

 

 

Du hast jahrelang in der Schweiz gespielt – gab es auch Angebote von anderen Ländern?

 

Ulmer: Nein, gab es nicht. Es hätte für mich auch keinen Sinn gemacht, da die Schweiz in Mitteleuropa die beste Liga hat.

 

 

Es geht das Gerücht um, dass Sie auf viel Geld verzichtet haben. Ist daran etwas dran?

 

Ulmer: Ja, habe ich. Aber die Familie stand für mich nun im Vordergrund und ich wollte zurück in mein Heimatland.

 

 

Wie sehen realistische Ziele des VSV diese Saison aus? Top5?

 

Ulmer: Ich denke, dass die Top 5 das Ziel sind, damit wir nicht in die Platzierungsrunde müssen. Insgesamt sind wahrscheinlich auch die Playoffs generell ein Ziel, da der VSV diese die letzten Jahre verpasste. Leider hat es letztes Jahr mit vielen jungen Österreichern nicht so gut funktioniert beim VSV. Eigentlich sollten genau solche Mannschaften viel Erfolg haben – ist nicht immer so. Aber zumindest spielen Salzburg und der KAC mit den wenigsten Ausländern bei uns in der Liga und die sind im Moment auch vorne. Ich hoffe, dass in der Liga ein Umdenken kommt. Auch, wie wir neun Ausländer hatten, haben wir Spiele gewonnen. Ich verstehe nicht, wieso elf gebraucht werden. Aus meiner Sicht haben junge Spieler hier gar keine Chance. Ich verstehe auch nicht, wieso wir in Österreich ein weltweit einzigartiges Punktesystem haben. Ich habe nicht einmal eine Ahnung wie viele Punkte ich wert bin.

 

 

Ist dein jetziger Alltag mit dem in der Schweiz vergleichbar?

 

Ulmer: Er ist sehr ähnlich zu dem in der Schweiz jetzt. Wir haben einen finnischen Trainer, der auch viel Wert auf Training abseits vom Eis legt. Auch das Niveau im Training ist bei uns sehr hoch. Der größte Unterschied für mich ist, dass ich von Dienstag bis Sonntag von meiner Familie getrennt bin.

 

 

Wie sehen die Ziele des österreichischen Nationalteams zurzeit aus?

 

Ulmer: Das Ziel sollte der Wiederaufstieg sein. Die Chancen dafür sind da. Für den österreichischen Eishockeysport hoffe ich, dass wir das schaffen werden.

 


 

Kurzfragen an Martin Ulmer:

 

Lieblingsessen? Kaiserschmarrn.

Lieblingsstadt? Zürich.

Einmal eine andere Position gespielt? In meiner Jugend war ich Center.

Persönliche Ziele? Bei der A-WM zu spielen.




Das Interview führte: Viktoria Hackl

 

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