David Kickert: "Mein bester Freund ist er natürlich nicht!".

 

(Interview) David Kickert begann im Alter von sieben Jahren in Kanada Eishockey zu spielen. Seit 2011 war er bei den Vienna Capitals, bevor er in der Saison 2017/18 nach Villach wechselte. 2018 wurde er Teil des Kaders der Liwest Black Wings Linz und in der diesjährigen Saison zu Beginn der einzige österreichische Einsergoalie der Liga. Seit Anfang des Jahres steht der 24-Jährige nun im Schatten des Kanadiers Jeff Glass, der die Mannschaft verstärken sollte.

 

 

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(Foto: eishockey-online) David Kickert stellte sich den Fragen von eishockeyonline.at Redakteurin Viktoria Hackl

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Der einzige österreichische Einsergoalie zu sein – hast du darauf hingearbeitet?

 

David Kickert: Das war ein Zwischenziel, nicht mein endgültiges Ziel. Allerdings war dies ein Schritt in die richtige Richtung, um meinem riesigen Traum näher zu kommen: die NHL. Das habe ich noch immer vor beziehungsweise ist ein Ziel von mir generell ins Ausland zu gehen.

 

 

Mit welcher Erwartung bist du letzte Saison nach Linz gekommen?


David Kickert: Der Trainer meinte damals, dass es ein Konkurrenzkampf zwischen Mike Ouzas und mir sein wird und er mir nichts versprechen kann. Das habe ich angenommen und schlussendlich haben wir beide ungefähr gleich viele Spiele gespielt. Das war für mich total in Ordnung.

 

 

Wie wichtig ist das Eislaufen für einen Goalie?


David Kickert: Das ist der wichtigste Bestandteil meines Trainings. Ich laufen nicht über lange Distanzen, aber in meinem Torkreis muss ich mich sehr schnell und präzise bewegen können. Die kleinen Goalies müssen auch zuerst gut Eislaufen, bevor sie andere Dinge lernen können.

 

 

Denkst du, es lag an dir, dass die Leistung von Linz abnahm?


David Kickert: Nein, glaube ich nicht. Wir hatten eine Phase, in der wir nicht so gut gespielt haben, wie wir spielen können. Für eine gute Statistik eines Torhüters, muss die Mannschaft gut spielen. Die Goalies, die eine gute Statistik haben, sind in den meisten Fällen der Schlussmann einer Mannschaft unter den Top fünf.

 

 

Wie wurde dir mitgeteilt, dass ein neuer Torhüter deinen Platz einnehmen wird?


David Kickert: Lustigerweise nach der Niederlage gegen Wien in einem Interview. Erst anschließend hat mich der Trainer darüber informiert. Er meinte, dass sich für mich nichts verändern wird und ich weiterhin die Nummer eins sein werde. Jeff sollte kommen, um mir manchmal eine Pause zu gönnen.

 

 

Hat sich dein Alltag durch den neuen Mann verändert?


David Kickert: Nein, im Trainingsalltag hat sich nichts verändert für mich. Ich bin täglich ab 08:00 Uhr in der Halle, außer einen Tag in der Woche, da habe ich meistens frei. Anschließend wärme ich mich auf, habe Meetings und mein Ruhepuls wird gemessen bevor ich eine halbe Stunde Goalie-Training habe. Danach trainiere ich mit der Mannschaft mit und dann geht es in die Kraftkammer. Dadurch, dass ich nicht mehr so oft spiele jetzt, hat sich der Tag vor den Matches ein bisschen verändert für mich, da ich an denen nun auch ein intensiveres Training machen kann.

 

 

Hat sich durch Jeff Glass etwas an deiner Einstellung zum Spiel geändert?


David Kickert: Es macht es mir auf jeden Fall nicht leichter. Zum einen, die Motivation wieder zu finden. Zum anderen endet es in Verzweiflung, da die schlechtere Leistung des Teams meiner Meinung nach, nicht an mir gelegen hat. Das kann ich allerdings nicht kontrollieren. Das einzige, das ich beeinflussen kann, ist, wie ich darauf reagiere. Ich finde, dass ich das bis jetzt sehr gut gemacht habe, indem ich einfach weiter hart arbeite und nicht raunze.

 


Bist du mit dem anderen Torhüter deiner eigenen Mannschaft befreundet?


David Kickert: Das kommt immer auf den Anderen an. Unser Verhältnis ist schon respektvoll. Aber beide wissen, dass es ein Konkurrenzkampf ist: er oder ich. Wir versuchen das auf dem Eis zu lassen, allerdings gelingt das nicht immer. Mein bester Freund ist er natürlich nicht.

 

 

Nach welchen Kriterien wird der Einsergoalie für ein Spiel ausgewählt?


David Kickert: Wonach der Trainer das auswählt, weiß ich nicht. Ich erfahre es meistens erst am Tag zuvor.

 

 

Ein neuer Goalie, ein neuer Stürmer, ein neuer Verteidiger – verbessern sie die Black Wings?


David Kickert: Das ist schwer zu sagen, ich kann nicht in den Kopf des Trainers hineinsehen. Er hat die ganze Verantwortung und ich verstehe, dass er das macht, das er für richtig hält. Ich kann erst im Nachhinein sagen, ob es die richtige Entscheidung war.

 

 

Denkst du, dass die Black Wings mit dem jetzigen Kader die diesjährige Meisterschaft der EBEL gewinnen könnten?


David Kickert: Ja, ich denke wir haben einen super Kader. Erfolg hängt von so vielen Dingen ab, es muss vieles richtig laufen dafür. Sobald wir im Playoff sind, ist alles wieder offen und ich denke, dass dann jeder eine kleine Chance hat.

 

 

Welche Mannschaft wäre dein Lieblingsgegner im Playoff?


David Kickert: Alleine von der Atmosphäre entweder Salzburg oder Wien.

 



5 Kurzfragen an David Kickert:


Lieblingsessen? Sushi.
Lieblingsstadt? Wien.
Schon immer Goalie gewesen? Nein, ganz früher war ich Stürmer.
Vorbild? NHL Goalies, wie Braden Holtby oder Carey Price.
Aus welchem Grund haben Ersatzgoalies immer Kappen auf? Bei mir ganz klar aufgrund der Optik.

 

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