Thomas Koch: "Unsere Stärke ist die Gemeinschaft!".

 

(Interview) MF: Thomas Koch gehört nach mehr als 16 Spielzeiten in österreichs höchster Spielklasse längst zu den Ikonen. Auch im Ausland, bei Lulea, hinterließ der gebürtige Klagenfurter seinen Stempel. Derzeit steht der 34- Jährige Center mit dem Klagenfurter AC auf in den Top drei der Liga und möchte nach dem letztjährigen Vizemeistertitel im kommenden Frühjahr seinen siebten EBEL Titel einfahren.

 

Eishockeyonline.at Redakteur Mathias Funk stand der ehemalige Kapitän der Rotjacken, des EC Red Bull Salzburg sowie des ÖEHV Teams Rede & Antwort..

 

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(Foto: MB Multimedia / Markus Bachofner)

 


 

MF: Servus Thomas, Danke dass du dir Zeit nimmst um uns ein paar Fragen zu beantworten. Wie geht's dir? Die ernste Phase der Saison rückt immer näher..

 

TK: Danke, ja es fehlen noch ein paar Spiele bis zur ersten ernsten Phase. Wir befinden uns in einer guten Position und die wollen wir natürlich auch halten.

 

 

Aktuell stehst du mit dem Klagenfurter AC in den Top 3 der Liga. Ein Platz in der Tabelle, wo sich die Rotjacken heimisch fühlen, oder?


Wie gesagt, die Position wollen wir halten. Aber die Liga ist sehr ausgeglichen und jeder kann jeden schlagen!

 

 

Die Teams aus Wien, Salzburg und Linz sind aktuell eure stärksten Konkurrenten. Denkst du, dass der Titel am Ende nur über diese drei laufen wird?


Zur Zeit schaut es so aus , allerdings sind noch einige Runden und dann werden wir sehen welche Teams die ersten Sechs Plätze belegen.

 

 

Mit Steve Walker habt ihr im Sommer einen neuen Headcoach bekommen. Steve zählt in Deutschland zu einer wahren DEL-Legende. Erzähl mal, wie läuft das Training unter ihm?


Steve gibt klar den Ton an! Er sagt genau was er von uns will und versucht aus jeden Spieler das alles rauszuholen. Er sieht genau woran wir arbeiten müssen und wo die Hebel angesetzt werden müssen!

 

 

Die vergangenen zwei Jahre verliefen für den KAC eher mäßig und dennoch wurde das Team zuletzt Vizemeister. Was hat sich im Sommer alles verändert und, sind die Rotjacken nach dem Vizemeister-Titel nun schon reif für den EBEL Thron?


Es hat einen Umbruch gegeben und der geht nicht von jetzt auf gleich. Es braucht Zeit! Wir haben uns letztes Jahr über die gesamte Saison entwickelt und am Ende waren wir im Finale! Heuer haben wir an die Leistungen angeknüpft und wollen es in die Top-6 schaffen und wie wir wissen ist in den Playoffs immer alles möglich!

 

 

In wie weit hilft es dem Klub, dass er mit einem Farmteam in der AHL vertreten ist? Sind dort "Nachzügler" zu erkennen und wie schätzt du die Alps Hockey League ein?


Das AHL Team ist sehr wichtig! Es gibt vielen jungen die Chance sich zu entwickeln und sich die Chance in der Kampfmannschaft zu erarbeiten. Spieler wie Richter , Schnetzer oder auch Kreuzer verkaufen sich sehr gut und natürlich hat die Arbeit des AHL Teams großen Anteil daran. Die Alps Hockey League ist eine starke Liga. Die Teams haben erfahrene und gestandene Spieler. Natürlich auch viele gute ausländische Spieler. Da hat unser junges Team sehr hart zu kämpfen , aber es ist eine tolle Herausforderung. Ich denke man darf da nicht die Ergebnisse zählen sondern die Weiterentwicklung wie sich junge Spieler an das erwachsenen Eishockey anpassen!

 

 

Mit Johannes Bischofberger, Manuel Ganahl und dir stehen auf den ersten drei Positionen der internen Scorerliste österreichische Cracks. Zeigt das, dass die Liga künftig die Ausländerregelung einschränken sollte?


Generell wäre es toll für Österreich wenn mehr Österreicher zum Spielen kommen. Pläne gibt es viele , die Umsetzung scheint eher das Problem zu sein. Aber ich hoffe, dass es in die richtige Richtung geht und dadurch wird auch das Nationalteam zerren!

 

 

Stichwort "Nationalteam": Das ÖEHV Team steht im kommenden Sommer endlich wieder im Feld der A-Weltmeisterschaft. Was traust du den Jungs in Dänemark zu? Auf was kommt es an?


Es wird keine leichte Aufgabe bei der A WM zu bestehen. Aber ich traue es der jungen Mannschaft zu! Wenn alle fit sind und ein bisschen Glück auf unserer Seite ist  können wir es schaffen im A Pool zu bleiben.

 

 

Nachdem du im Sommer 2004 den KAC in Richtung Schweden verlassen hast, gingst du zwei Spielzeiten lang für Lulea auf Torejagd. Danach folgte die Rückkehr in die EBEL. In wie weit hat dich Schweden bezüglich deiner Karriere geprägt?


Schweden waren extrem wichtige Jahre für mich, nicht nur sportlich! Das hohe Niveau und das tägliche beweisen im Ausland macht einen besser! Die Liga ist sehr professionell und absolut top für jeden einzelnen Spieler!

 

 

Der KAC setzt in dieser Saison mit Madlener und Duba auf zwei ausgeglichene Goalies. Man sagt, die Torhüterposition entscheidet am Ende die Meisterrunde. Würdest du das unterstreichen?


Wir haben  zwei Tormänner die sich abwechseln. Für mich hat das sehr viel positives. Beide sind in jeder Partie frisch und bereit. Sie verstehen sich gut und pushen sich täglich im Training. Es kann nie schaden zwei gute Goalies im Team zu haben, denn dann ist die Last etwas verteilt und in den Playoffs gilt sowieso: Alles oder Nichts!

 

 

Abschließend: Der EC KAC zählt zu den Titelfavoriten, weil...


..wir einen ausgeglichen Kader haben! Angefangen bei den Torhütern bis hin zur vierten Linie. Unsere Stärke ist die Gemeinschaft.

 

 

 

 

 

 

 


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